Sanierung und Neubauten

Das sind Berlins größte Straßenbauprojekte 2018

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Christian Latz
An vielen Stellen wird auch 2018 wieder an Brücken und Straßen in Berlin gebaut (Archiv)

An vielen Stellen wird auch 2018 wieder an Brücken und Straßen in Berlin gebaut (Archiv)

Foto: Maurizio Gambarini / dpa

Der Sanierungsstau in Berlin ist groß. Deshalb wird 2018 wieder an vielen Stellen in der Hauptstadt gebaut. Ein Baustellenüberblick.

Berlin. Das Land Berlin will seine teils maroden Straßen und Brücken schrittweise wieder auf Vordermann bringen. Dazu würden die Investitionen erhöht und mehr Personal in der Abteilung Tiefbau eingestellt, sagte Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) am Montag bei der Vorstellung der größten Projekte in den nächsten Jahren. „Es ist über 20 Jahre deutlich zu wenig investiert worden“, stellte Günther fest. Durch den Sparkurs seien „Schulden an der Infrastruktur“ angehäuft worden. Das dürfe „nie wieder“ passieren. Diese „Schulden an der Infrastruktur“ könnten nicht „auf einen Schlag aufgelöst“ werden.

Berlin geht jetzt zahlreiche mehrjährige Projekte an. Es geht um die Sanierung von Brücken, Hauptstraßen, Tunneln sowie Abschnitten von Bundesstraßen und Autobahnen. Hinzu kommen Arbeiten entlang der Berliner Gewässer. Im Doppelhaushalt 2018/2019 sind nach Günthers Worten die bisherigen Mittel zur Unterhaltung der Verkehrswege um 25 Prozent auf 52 Millionen Euro jährlich erhöht worden. Davon gehen allein 33 Millionen Euro in das Programm gegen Schlaglöcher.

Diese großen Bauprojekte laufen in Berlin 2018:

Südliche Rhinstraßenbrücke

Seit dem 12. März 2018 wird die südliche Rhinstraßenbrücke in Friedrichsfelde neu gebaut. Mit dem Neubau soll unter anderem eine Treppe die Straßenbahnhaltestelle mit dem unter der Brücke beginnenden S-Bahnhof Friedrichsfelde-Ost verbinden. Die Arbeiten sollen bis zum dritten Quartal 2020 andauern. Kosten: 18 Millionen Euro.

Kreuzungsbauwerk Zehlendorf

Noch bis 2019 wird die Brücke der Bundesstraße B1 über die Avus in Zehlendorf neu errichtet. Die bestehende Brücke wird dafür in zwei Schritten komplett abgebrochen und neu gebaut. Die Baukosten liegen laut Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz bei 11,63 Millionen Euro.

Salvador-Allende-Brücke:

Zu den kostspieligsten Vorhaben gehören Abriss und Neubau der Salvador-Allende-Brücke über die Spree in Köpenick. Die Brücke wird von der Senatsverwaltung als "nicht instandsetzungswürdig" eingestuft. Abhilfe soll ein Ersatzneubau an gleicher Stelle schaffen, der bis Mitte 2021 fertig gestellt sein soll. Die Kosten des Projekts liegen bei 37 Millionen Euro.

Neue Fahlenbergbrücke:

Ende 2018 sollen die Bauarbeiten an der Neuen Fahlenbergbrücke in Müggelheim beginnen. Am gleichen Standort der aktuellen Brücke ist ein Neubau geplant. Bis Mitte 2020 soll die Überquerung des Gosener Kanals fertig gestellt sein. Veranschlagt sind für den Bau 5,6 Millionen Euro.

Fußgängerbrücke Europacity:

Noch liegt das Areal an der Heidestraße größtenteils brach. Bald soll hier jedoch das Stadtquartier Europa City entstehen. Zur besseren Anbindung an den Ortsteil Mitte entsteht ab dem vierten Quartal 2018 eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer über den Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal. Die Fertigstellung sit für das vierte Quartal 2019 geplant. Die Kosten sollen bei 2,8 Millionen Euro liegen

Holzmarktstraße:

Die Holzmarktstraße in Mitte wird noch bis zum dritten Quartal 2018 auf einer Länge von 450 Metern grundhaft erneuert. Dabei werden die Verkehrsflächen neu aufgeteilt. Zukünftig soll es auf der Straße je zwei Spuren für jede Richtung geben, sowie auf jeder Seite ein Park- und ein Fahrradstreifen. Insgesamt kosten die Maßnahmen 4,2 Millionen Euro.

Karl-Marx-Allee:

Für insgesamt 13,2 Millionen Euro soll die Karl-Marx-Allee ab diesem Frühjahr umgebaut werden. Dafür soll unter anderem der 10 Meter breite Mittelstreifen zu Gunsten beidseitiger Radstreifen schmaler werden.

A113:

Zwischen den Anschlussstellen Adlershof und Späthstraße soll im Sommer dieses Jahres der Asphalt komplett ausgetauscht werden. Der Verkehr fließt in dieser Zeit über weniger Spuren. Die Kosten sollen bei 4,3 Millionen Euro liegen.

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