Neubaugebiet in Pankow

"Blankenburger Süden": Rot-Rot-Grün rudert offenbar zurück

Nach massiven Protesten gegen den Bau von über 10.000 Wohnungen in Pankow soll das Neubaugebiet nun doch deutlich kleiner ausfallen.

Das Bebauungsgebiet "Blankenburger Süden" in Pankow

Das Bebauungsgebiet "Blankenburger Süden" in Pankow

Foto: Reto Klar

Berlin. Die rot-rot-grüne Koalition in Berlin will im Pankower Neubauprojekt "Blankenburger Süden" nun doch lediglich 6000 Wohnung bauen. Das berichtet der "Tagesspiegel" und beruft sich auf Koalitionskreise. Zuvor hatte es massive Anwohnerproteste gegeben, nachdem Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) zwischenzeitlich über 10.000 Neubauwohnungen als Zielmarke ausgegeben hatte. Die geschrumpfte Variante soll am Donnerstag mit der Bausenatsverwaltung erörtert werden.

Laut Bericht ist damit die Bebauung der Erholungsanlage Blankenburg vom Tisch. Dort befinden sich etwa 1000 Pachtparzellen und etwa 400 Grundstücke im Privateigentum. Auch die Tangentialverbindung Nord (TVN) sei politisch nicht durchsetzbar, heißt es weiter.

In den Vorplanungen waren den Bürgern immer wieder 5000 bis 6000 Wohnungen kommuniziert worden. Bei einer Anwohnersammlung hatte Senatorin Lompscher dann überraschend von einer Verdopplung der Zahl gesprochen. Nicht nur Anwohner hatten gegen diese Pläne protestiert. Auch die Pankower Bezirksfraktionen hatten sich gegen Lompscher positoniert.

Bei dem Projekt handelt es sich um eines der größten Neubau-Vorhaben Berlins. Bis 2035 sollen die Wohnungen fertiggestellt werden.

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