Stadtautobahn

Defekter Gully auf A100 sorgte für massiven Stau

Am Vormittag staute es sich auf der gesamten Länge der Stadtautobahn A100. Der Grund war ein Gully. Später brannte auch noch ein Lkw.

Die Verkehrslagekarte des Berliner Verkehrsinformationsdienstes, Stand 8.45 Uhr

Die Verkehrslagekarte des Berliner Verkehrsinformationsdienstes, Stand 8.45 Uhr

Foto: VIZ

Berlin. Kleine Ursache, große Wirkung. Ein simpler Gullydeckel, Durchmesser nicht einmal ein Meter, hat auf der Berliner Stadtautobahn am Montag für lange Staus gesorgt. Mitten im morgendlichen Berufsverkehr ging auf der A100 in Richtung Wedding plötzlich nichts mehr. In Höhe des Dreiecks Funkturm war in der Nacht zuvor der schadhafte Gullydeckel abgesackt. Die „Schadstelle“ wurde abgesperrt, der Verkehr Richtung Norden einspurig daran vorbeigeleitet. Die Folge: Verkehrsbehinderungen, die bis zum Nachmittag anhielten.

Denn die notwendigen Reparaturarbeiten erwiesen sich als äußerst schwierig. Eine Fachfirma wurde umgehend mit dem Austausch des defekten Deckels beauftragt. Die wiederum musste der Verkehrsbehörde mitteilten, dass Gullydeckel nicht zu den Dingen gehören, die ständig im Lager vorrätig sind.

Hinzu kam: Der Frost erschwerte die Arbeiten erheblich. Angrenzende Bereiche mussten aufgetaut werden, weil der Spezialmörtel nur bei frostfreien Temperaturen verarbeitet werden kann. Der Deckel befindet sich zudem zwischen zwei Fahrstreifen, sodass insgesamt drei Fahrspuren gesperrt werden mussten. Der Verkehr wurde über eine Beschleunigungsspur gelenkt.

Schon kurz nach der Sperrung der Stelle auf der A100 reichte der Rückstau der Fahrzeuge in Richtung Norden bereits bis zum Britzer Tunnel. Nur wenig später wurden notgedrungen die Zufahrten Buschkrugallee und Britzer Damm gesperrt. Dadurch kam es nach Auskunft der Verkehrsinformationszentrale Berlin (VIZ) nicht nur auf der A100, sondern auch auf allen Hauptstraßen, die aus südlicher und südwestlicher Richtung in die Innenstadt führten, zu langen Staus – bis hin zum völligen Stillstand. Auf der vor allem von Pendlern aus dem Umland genutzten Avus kam der Verkehr ebenfalls schon kurz nach den Absperr-Maßnahmen zum Erliegen.

„Planen Sie deutlich mehr Zeit ein.“ Viel mehr an guten Ratschlägen konnte die VIZ den betroffenen Autofahrern am Vormittag nicht geben. Tatsächlich benötigten viele Autofahrer auf ihrem Weg zur Arbeit am Montag bis zu 90 Minuten länger als normal. Am Montagabend sollten die Arbeiten abgeschlossen sein.