Öffentliche WC

Betrieb der City-Toiletten bis 2020 sichergestellt

Berlinern droht nun doch kein Notstand bei öffentlichen Toiletten. Wall und der Senat verlängern den Betrieb der WCs über 2018 hinaus.

Das Werbeunternehmen Wall betreibt die City-Toiletten nun doch bis 2020 (Archiv)

Das Werbeunternehmen Wall betreibt die City-Toiletten nun doch bis 2020 (Archiv)

Foto: Markus C. Hurek / picture alliance / Markus C. Hur

Berlin. Im Streit um den Betrieb der City-Toiletten in Berlin stehen die Zeichen auf Versöhnung: Wie der private Betreiber, die Wall GmbH mitteilte, habe das Unternehmen am Montag mit Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) eine Vereinbarung geschlossen. Darin sei der Betrieb der City-Toiletten über den 31. Dezember 2018 hinaus geregelt. Somit sei der Betrieb der öffentlichen WCs sicherstellt, bis es zu einem Austausch der jeweiligen City-Toiletten komme.

Wie berichtet, hat der Senat den Vertrag über die öffentlichen Toiletten mit der Wall AG zum Ende dieses Jahres gekündigt und die öffentlichen Toiletten in Berlin neu ausgeschrieben. Das Land Berlin sei nun aber zu Beginn dieses Jahres mit der Bitte an Wall herangetreten, den Betrieb für bis zu zwei Jahre, bis Ende 2020, weiter aufrechtzuerhalten, teilte Patrick Möller, Geschäftsführer Städtemarketing und Service des Unternehmens, mit. „Unabhängig vom Ausgang der laufenden Toilettenausschreibung werden wir unsererseits vollumfänglich den Betrieb unserer City-Toiletten und City-Pissoirs garantieren und die Standorte einem etwaigen neuen Toilettenbetreiber Zug um Zug übergeben“, sagte Möller weiter.

Modernisierungen bedeuten nur wenige Tage Ausfall

Damit werde jede Toilette im Falle einer Modernisierung nur für wenige Tage geschlossen bleiben. „Gleichwohl hoffen wir darauf, dass wir im derzeit laufenden Ausschreibungsverfahren das Land Berlin von unserem bewährten Toilettenkonzept werden überzeugen können“, so der Marketing-Chef.

Im Werk in Velten bei Berlin entwickele Wall derzeit die modernste Generation von Toilettenanlagen. Insgesamt seien mehr als 75 Mitarbeiter vor Ort mit Entwicklung, Produktion und Betrieb von öffentlichen Toiletten befasst. Finanziert werde der Interimsbetrieb der 172 City-Toiletten ausschließlich durch bestehende Werbeträger, die im Übergangszeitraum weiter genutzt werden, so Möller.

Mehr zum Thema: