Rammstein-Keyboarder

Flake über Prenzlauer Berg: "Eine westdeutsche Kleinstadt"

Rammstein-Keyboarder Flake erkennt das Berlin seiner Kindheit nicht wieder: "Es leben sehr viele unangenehme Menschen hier".

Rammstein-Keyboarder Flake

Rammstein-Keyboarder Flake

Foto: pa/dpa

Berlin. Rammstein-Keyboarder Flake erkennt das Berlin seiner Kindheit nicht wieder. „Der Bezirk jetzt und die Straßen meiner Kindheit haben nichts mehr miteinander zu tun“, sagte Flake, der im Stadtteil Prenzlauer Berg lebt, der „Süddeutschen Zeitung“. „Es ist, als sei die Wohnung in eine andere Stadt gesetzt worden. Nürnberg vielleicht. Es gemahnt mich hier vieles an eine westdeutsche Kleinstadt.“

Der 1966 geborene Flake, der mit bürgerlichem Namen Christian Lorenz heißt, lebt nach eigenen Worten seit einigen Jahren wieder in dem Haus, in dem er aufgewachsen ist. „Ich musste im Kopf mit dem Gedanken abschließen, dass das der Prenzlauer Berg ist, den ich kenne und geliebt habe“, sagte er.

„Es leben inzwischen sehr viele unangenehme Menschen hier.“ Die Arbeiter und die alten Leute könnten sich die Mieten nicht mehr leisten und seien weggezogen. Man lebe hier in einer Blase von reichen Menschen. "Die machen Sachen, die ich mir nie hätte träumen lassen. Reden an der Kasse laut ins Handy. Wir haben das Glück, dass wir uns durch die Band hier eine Wohnung leisten können", so Flake.

Deutschlands international bekannteste Rockband hatte sich 1994 gegründet. Mit einigen Musikern spiele er seit 1983 zusammen. „Ich habe mit ihnen mehr Zeit verbracht als mit meinen Eltern oder meinen Kindern oder meinen Frauen“, sagte Flake. „Es klingt kitschig und abgedroschen, aber Rammstein ist auch Heimat.“

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