Wilmersdorf

Morgenpost-Leser identifiziert Selfie-Einbrecher

Ein Einbrecher erbeutete Geld und ein Handy - und machte die Fahndungsfotos gleich selbst. Jetzt half ein Morgenpost-Leser weiter.

Wann wird öffentlich nach einem Verdächtigen gefahndet? Warum dauert es manchmal so lange, bis öffentlich gefahndet wird? Welche Rolle spielen Richter in dem Vorgang? Hier sind die Antworten.

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Berlin. Der Verdächtige soll nach Angaben der Polizei am 26. August 2017 in eine Kellerwohnung in Wilmersdorf eingebrochen haben. Gegen 2.30 Uhr bemerkte die damals 67 Jahre alte Wohnungsmieterin in der Düsseldorfer Straße einen unbekannten Mann in ihrem Zimmer, der sich an ihrer Handtasche zu schaffen machte.

Als der Einbrecher, der offenbar durch ein offenes Fenster in die Wohnung eingestiegen war, die Dame bemerkte, flüchtete er mit Geld, Handy und persönlichen Papieren der Frau auf demselben Weg in unbekannte Richtung. Mit dem erbeuteten Handy machte der Mann später Selfies, die über iCloud oder Dropbox auf dem Computer der bestohlenen Frau landeten. Die Fotos nutzte die Polizei als Fahndungsfotos.

Am Freitag meldete die Polizei, dass der Tatverdächtige identifiziert werden konnte. Es handele es um einen 35-Jährigen. Ein Leser der Berliner Morgenpost habe den Mann erkannt und sich am Donnerstag bei der Polizei gemeldet.

Bei der Durchsuchung seiner Meldeanschrift am Freitag stellten die Beamten die mutmaßliche Tatkleidung sicher. Außerdem fanden die Ermittler Beweismittel, die auf mögliche weitere Diebstahl-Taten hindeuten. Den Mann selbst konnte aber noch nicht festgenommen werden. Die Ermittlungen zu seinem Aufenthaltsort dauern an, so die Polizei.

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