Prozess

Anwältin soll Medikamente ins Gefängnis geschmuggelt haben

Eine Anwältin steht vor Gericht, weil sie einem Häftling der JVA Moabit Aufputsch-Medikamente gegeben haben soll.

Im Komplex des Moabiter Kriminalgerichts, zu dem auch die JVA Moabit gehört, soll eien Anwältin Drogen an Häftlinge übergeben haben (Archiv)

Im Komplex des Moabiter Kriminalgerichts, zu dem auch die JVA Moabit gehört, soll eien Anwältin Drogen an Häftlinge übergeben haben (Archiv)

Berlin. Die Berliner Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen eine Strafrechtsanwältin wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz. Ihr wird vorgeworfen, das verschreibungspflichtige Medikament Tilidin in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Moabit geschmuggelt zu haben.

Laut Staatsanwaltschaft soll die angeklagte Anwältin im Dezember 2015 einem Häftling insgesamt 20 Tabletten des Mittels übergeben haben. Das Opioid Tilidin ist ein verschreibungspflichtiges Schmerzmittel, das auch als Partydroge eingesetzt wird. Ziel sei es gewesen, das Mittel im Gefängnis "gewinnbringend" weiter zu verkaufen, heißt es in der Anklageschrift.

Mehr zum Thema:

Häftlinge sollen Internetzugang und Computer erhalten

Islamist in Haft postet Propaganda aus der JVA Tegel

Nach Propaganda: Islamist in anderes Gefängnis verlegt