Berlin

VBB-Chefin: S-Bahn muss besser informieren

Thomas Fülling

Fahrgäste beschweren sich über fehlende Hilfen bei Störungen

Nicht nur die vielen Ausfälle und Verspätungen, auch die unzureichende Information bei Störungen sorgt bei vielen Kunden der S-Bahn derzeit für Unmut. „Die Fahrgastinformation entspricht nicht dem Niveau, das für einen modernen großstädtischen S-Bahn-Betrieb zu erwarten ist“, sagt auch Susanne Henckel, Geschäftsführerin des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB). Die Probleme seien bereits seit Jahren bekannt, geändert habe sich bislang allerdings nur wenig. Die VBB-Chefin hat die S-Bahn daher aufgefordert, konkrete Maßnahmen zu benennen, mit denen die Fahrgastinformation speziell im Störungsfall verbessert wird.

Die Bahntochter hat in den letzten Jahren systematisch die Aufsichten von den Bahnhöfen abgezogen. Lediglich 19 der 166 Stationen sind noch ständig mit Personal besetzt. Mit neuen Anzeigen und besserer Lautsprechertechnik sollte sich die Information der Fahrgäste nicht verschlechtern, sondern sogar verbessern, versprach die S-Bahn. Die Realität sieht jedoch gerade bei Betriebsstörungen oft anders aus. „Die Anzeigen sind häufig falsch, Lautsprecherdurchsagen fehlen ganz“, fasste VBB-Sprecherin Elke Krokowski die jüngsten Fahrgastbeschwerden zusammen.

Eine gute Nachricht gab es am Donnerstag dann wenigstens für die Zehntausenden Pendler, die im Nordosten noch bis 4. Dezember unter baubedingten Unterbrechungen der S2 und S8 leiden. Wie die Berliner Wasserbetriebe mitteilten, ist die Autobahnabfahrt Pasewalker Straße (A 114) in Pankow ab Freitag wieder befahrbar. Sie war nach einem Schaden an einer die Autobahn unterquerenden Trinkwasserleitung am 21. Oktober gesperrt worden. Mit dem Ende der Baustelle verbessere sich auch die Situation für den Schienenersatzverkehr, der über die A 114 geführt wird.

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