Berlin

Rocker-Razzia: Polizei findet Drogen und Schusswaffen

Der Polizei ist am Donnerstag ein erfolgreicher Schlag gegen das Rocker-Milieu gelungen: Früh morgens um 7 Uhr stürmten Polizisten sechs Wohnungen und ein Restaurant in Moabit und in Wedding. Auch das Spezialeinsatzkommando (SEK) war beteiligt sowie 90 Beamte der Schutz- und Kriminalpolizei. Der Einsatz war ein voller Erfolg: große Mengen Drogen und Schusswaffen wurden beschlagnahmt, fünf Personen festgenommen. Laut Informationen der Berliner Morgenpost haben die Festgenommenen Verbindungen zu den Hells Angels.

Die Razzia war nach mehrmonatigen Ermittlungen des Fachkommissariats zur Bekämpfung der Rockerkriminalität durchgeführt worden. In den sieben durchsuchten Objekten fanden die Polizisten insgesamt über 1,3 Kilo Kokain, 6 Kilo Haschisch, 5,8 Kilo Marihuana sowie zwei scharfe Schusswaffen mit Munition. Außerdem wurden über 14.000 unverzollte Zigaretten, rund 145.000 Euro und weitere Beweismittel beschlagnahmt.

Bei den fünf Personen, die von den Polizisten festgenommen wurden, handelt es sich um eine 53 Jahre alte Frau, und vier Männer: zwei 55-Jährige und zwei weitere Männer im Alter von 51 und 54 Jahren. Sie wurden wegen des Verdachts bandenmäßigen Handels mit Betäubungsmitteln vorläufig festgenommen. Noch am Donnerstag wurden sie einem Haftrichter vorgeführt.

Einen Tag zuvor hatte das Verfahren im bislang größten Berliner Prozess gegen die Hells Angels neu begonnen. Der 34 Jahre alte Angeklagte soll im Januar 2014 bei einer Racheaktion beteiligt gewesen sein, bei der ein 26-Jähriger getötet wurde. Wegen gesundheitlicher Probleme lief sein Verfahren getrennt von den anderen elf Verdächtigen. Er ist wegen gemeinschaftlichen Mordes angeklagt.