Berlin

Millionenspritze für Gründerzentrum

Senat fördert Wirtschafts- und Tourismusprojekte mit 100 Millionen Euro

Berlin.  Der Senat hat Fördermittel in Höhe von 100 Millionen Euro für Wirtschafts-, Tourismus- und Infrastrukturprojekte bewilligt. Größtes Projekt ist der Bau des Gründerzentrums „Fubic“ in Dahlem, in den allein knapp 44 Millionen Euro Fördergeld fließen. 17 Millionen Euro werden für den Bau einer Mehrzweckhalle in den Gärten der Welt in Marzahn-Hellersdorf aufgebracht, wie Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) am Dienstag mitteilte.

Zu den Vorhaben, für die ebenfalls Geld bereitgestellt wird, gehören die Erweiterung des Mauerparks (neun Millionen Euro), der Neubau eines Museumshafens im ehemaligen Osthafen in Treptow-Köpenick (4,2 Millionen) und das Medizinhistorische Museum der Charité, das zusätzliche Ausstellungsflächen und einen neuen Eingangsbereich mit Informationszentrum erhält (4,5 Millionen Euro). Fördermittel fließen auch an den Innovationspark Wuhlheide für die Erschließung weiterer Gewerbeflächen, den Berliner Dom für zusätzliche Toiletten und einen barrierefreien Zugang, in den Ersatzbau des Rohrdamms in Spandau sowie in zwei Forschungsprojekte. Dabei geht es zum einen um die Erweiterung von Büro- und Testflächen sowie von Laboren der Gesellschaft zur Förderung angewandter Informatik, zum anderen um das Innovationscluster 5 G. Dort soll auch ein Testfeld für die neue 5-G-Technologie der Datenübertragung aufgebaut werden.

Die Mittel stammen aus dem Bund-Länder-Programm „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW). Finanziert werden sie je zur Hälfte vom Bund und den Ländern, um gleiche Lebensverhältnisse in unterschiedlichen Regionen Deutschlands herzustellen. Pop bezeichnete das Programm als bedeutendstes Wirtschaftsförderinstrument in Berlin. Seit 1991 seien 7500 Projekte mit einem Fördervolumen von 14 Milliarden Euro unterstützt worden.

Das Technologie- und Gründerzentrum „Fubic“ der Freien Universität Berlin soll einer der Zukunftsorte der Stadt werden. Nach dem Vorbild Adlershof will die rot-rot-grüne Landesregierung solche Zukunftsorte vorantreiben, die Wissenschaft, Forschung, Wirtschaft und Start-ups Raum geben. Das Fubic ist Kern eines rund 50.000 Qua­dratmeter großen Innovationsparks auf dem Gelände des ehemaligen US-Militärkrankenhauses an der Fabeckstraße. Es soll Platz für 60 bis 80 Unternehmen mit 1000 Mitarbeitern bieten.

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