Technologie

In Berlin soll ein "Silicon Valley" entstehen

Am Görlitzer Park und an der Hardenbergstraße sollen verschiedene Unternehmen und Einrichtungen der Technologiebranche zusammenkommen.

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop spricht in der Factory in Berlin über Digitalisierung

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop spricht in der Factory in Berlin über Digitalisierung

Foto: dpa

Berlin will künftig verschiedene Unternehmen und Einrichtungen der Technologie-Branche nach dem Vorbild des US-amerikanischen Silicon Valley zusammenbringen. In der früheren Agfa-Fabrik am Görlitzer Park und in der Hardenbergstraße will der Senat dafür zwei Schnittstellen, sogenannte "Digital Hubs", schaffen, wie die Senatsverwaltung für Wirtschaft am Montag mitteilte. 225.000 Euro investiert der Senat demnach in den kommenden beiden Jahren in das Projekt. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) bezeichnete die geplanten Einrichtungen bei der Präsentation des Konzepts am Montag als „internationale Leuchttürme der Digitalisierung“.

Unternehmer und Gründer zusammenbringen

Das Bundeswirtschaftsministerium erklärt auf seiner Website, dass es bei den "Hubs" darum geht, dass Unternehmen und Gründer auf engem Raum zusammenarbeiten und dadurch gerade im digitalen Zeitalter Innovation befördern. Mit seiner Kombination aus Gründern, Start-ups, großen Technologieunternehmen und Wissenschaft sei das Silicon Valley in den USA das erfolgreichste Beispiel eines "digitalen Hubs". Dort treffen hoch qualifizierte Menschen aus unterschiedlichen Ländern aufeinander und entwickeln neue Ideen und Produkte. Dem Ministerium zufolge brauche Deutschland sogenannte "Hubs" mit internationaler Ausstrahlung, in denen sich deutsche und internationale Gründer, Wissenschaftler, Investoren und etablierte Unternehmen gegenseitig stärken. Neben dem permanenten Austausch von Ideen und Arbeitskräften würden die vorhandenen Forschungs-und Bildungseinrichtungen Neugründungen in der Region unterstützen.

Eine Ballung wie in den USA gebe es in Deutschland nicht. Stattdessen gebe es über die Bundesrepublik verteilt "lebhafte Start-up Szenen", "internationale Weltmarktführer" in der etablierten Wirtschaft und "anerkannte wissenschaftliche Exzellenz". Durch diese Vielfalt könnten Deutschlands Stärken nur in mehreren "Hubs" gebündelt werden.

Für eine "bessere Vernetzung" der Hubs sei eine "Hub-Agency" eingerichtet worden und im Ausland seien "kreative Werbemaßnahmen" geplant, welche die deutschen Standorte noch bekannter machen sollen.

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