Berlin

Erste Erfolge gegen Diskriminierung auf Wohnungsmarkt

Einen konkreten Erfolg kann die Anfang Juli geschaffene Fachstelle gegen Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt schon für sich verbuchen: Ein Asylbewerber, der sich an die Berater gewandt hatte, konnte dank ihrer Hilfe in eine neue Wohnung ziehen. Sein Arzt hatte dem Mann zu einem Umzug geraten, weil er nach einem Kriegstrauma Suizidgedanken hat und im sechsten Stock wohnt. Obwohl er die nötigen Unterlagen hatte, bekam er von einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft eine Absage. Grund: Er habe nur eine „Aufenthaltsgestattung“. Solchen Fällen widmet sich die neue Beratungsstelle der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, die am Montag ihre Arbeit vorstellte. „Mit der Fachstelle sagen wir Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt den Kampf an“, sagte der zuständige Senator, Dirk Behrendt (Grüne). Rund 25 Anfragen habe es schon gegeben, darunter der erfolgreich gelöste Fall. Umgesetzt wird die Beratung vom Türkischen Bund in Berlin-Brandenburg, gemeinsam mit dem Stadtforschungsbüro UrbanPlus. Der Senat fördert das Projekt in diesem Jahr mit 7o.o00 Euro, 2018 und 2019 mit insgesamt 90.o00 Euro.

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