Aktion in Berlin

In Mitte dürfen Ausländer bei Fake-Bundestagswahl abstimmen

Im Rahmen einer Kampagne namens „Hier lebe ich - Hier wähle ich“ soll die politische Teilhabe von Migranten verbessert werden.

Foto: Gregor Fischer / dpa

Bei einer symbolischen Bundestagswahl dürfen Ausländer in Berlin über die Kandidaten der Parteien abstimmen. Der Bezirk Mitte will mit der Aktion für die politische Beteiligung von Migranten werben. "Das Ziel ist es, die Teilhabe von Migranten sicherzustellen und zu verbessern", erklärte Bezirksstadträtin Sandra Obermeyer am Montag.

Fast ein Drittel der Einwohner des Bezirks sei aufgrund der Staatsangehörigkeit nicht wahlberechtigt. Bis einschließlich Sonntag können sie nun in mehr als 20 Wahllokalen ihre Stimme abgeben. Die Ergebnisse der Symbolwahl werden am 20. September bekanntgegeben.

Die Aktion erfolgt im Rahmen einer deutschlandweiten Kampagne namens "Hier lebe ich - Hier wähle ich". Migranten-Organisationen hätten die Teilnahme des Bezirks angeregt, sagte Obermeyer. Bei der Bundestagswahl dürfen nur Menschen mit deutscher Staatsbürgerschaft abstimmen. Mehreren Millionen in Deutschland lebenden Menschen bleibt damit der Urnengang am 24. September verwehrt.

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