Nahverkehr in Berlin

Datenschützerin sieht erhebliche Probleme bei der BVG

Eine Prüfung der Datenschutzbeauftragten kommt zu dem Ergebnis: Betriebliche Daten bei der BVG sind nur unzureichend gesichert.

Die Zentrale der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in der Holzmarktstraße

Die Zentrale der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) in der Holzmarktstraße

Foto: dapd / dapd/DAPD

Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) sind Mitarbeiter-Daten nach Angaben der Datenschutzbeauftragten nicht genügend geschützt. Eine Prüfung habe erhebliche Mängel aufgedeckt, teilte Maja Smoltczyk am Dienstag mit.

Betriebliche Daten und die der Beschäftigtenvertretung lägen nicht auf unterschiedlichen Laufwerken, Zugriffe auf Verzeichnisse würden nicht ausreichend protokolliert und Zugriffsrechte würden auf veraltete, ungeeignete und nicht überprüfbare Weise vergeben.

Die Mängel kamen ans Licht, nachdem eine Bereichsleiterin im Frühjahr wochenlang Zugriff auf Unterlagen des Personalrats, der Schwerbehindertenvertretung und der Frauenbeauftragten hatte. Diese enthielten etwa auch Angaben über den Gesundheitszustand einzelner Beschäftigter und zur Strategie des Personalrats.

"Es steht fest, dass die Führungskraft mindestens ein Dokument aus diesem Verzeichnis geöffnet, angesehen und ausgedruckt hat", teilte Smoltczyk mit. Diesen Fall hatte die Gewerkschaft Verdi kürzlich öffentlich gemacht.

Die BVG sprach daraufhin von einem Einzelfall, der aus einem Fehler beim Einrichten eines Computers folgte. Es habe aber niemand persönliche Daten oder vertrauliche Dokumente angesehen. Smoltczyk kommt hingegen zu dem Schluss, dass es sich nicht um ein bloßes Mitarbeiterversehen handelt.

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