Tierpark Berlin

Hallo Kitai! Berlins kleiner Schneeleopard hat einen Namen

Der Schneeleoparden-Nachwuchs im Tierpark hat ab heute einen Namen. 1000 Vorschläge waren eingegangen. Keine leichte Entscheidung.

Schneeleoparden-Nachwuchs Kitai im Tierpark Berlin

Schneeleoparden-Nachwuchs Kitai im Tierpark Berlin

Foto: Tierpark Berlin

Marco Polo schrieb in seinem Reisebericht von einem Gebiet im fernen Osten, das Kitai hieß, oder Cathay. Heute entspricht die Region Teilen Chinas, in dessen Gebirgen eine große Anzahl an Schneeleoparden lebt. Genauso groß und stark wie seine Verwandten in China soll auch der zwei Monate alte Schneeleoparden-Nachwuchs im Tierpark Berlin werden. Deswegen heißt er seit Montag "Kitai".

Eine Jury aus Tierpflegern und Kuratoren entschied sich für den Namen aus knapp 1000 Vorschlägen für den am 13. Juni geborenen Leoparden. "Das Team im Alfred-Brehm-Haus hat sich einen asiatischen Namen für unseren kleinen Kater gewünscht. Ich finde, der Name Kitai passt sehr gut zu Mutter Maya und Vater Bataar", erklärt Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem die Namenswahl.

In Kitai leben besonders viele Schneeleoparden

Im Chinesischen Kitai schätzt man den Bestand der Schneeleoparden auf rund 2000 Tiere. In den angrenzenden Ländern wie Nepal, Indien, Russland oder der Mongolei leben hingegen nur noch wenige hunderte.

Schneeleoparden gehören zu den stark bedrohten Großkatzen der Erde. Nach Schätzungen der IUCN sind nur noch rund 4000 bis 6600 Schneeleoparden in den Hochgebirgen Zentralasiens zu finden. Der Verlust ihres Lebensraumes, aber auch die illegale Jagd nach ihrem dichten Fell und den Knochen, haben die Bestände dramatisch reduziert. Seit knapp 20 Jahren engagiert sich der Berliner Tierpark für den Schutz dieser stark bedrohten Großkatzen.

Kitai wird ab dem 21. August sein Innengehege verlassen

Tierpark-Besucher müssen sich indes noch ein wenig gedulden. "Noch passt der kleine Leopard mit seinem Köpfchen durch den Zaun der Außenanlage", sagt Kurator Christian Kern, "daher haben wir uns entschieden, seinen ersten Ausflug um eine Woche zu verschieben. Er wird voraussichtlich ab dem 21. August die Möglichkeit haben, die Außenanlage zu erkunden."

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