U-Bahn

Berliner U6 und U7 werden wochenlang unterbrochen

Ab 11. August müssen Fahrgäste auf Ersatzbusse umsteigen. Die Sperrung dauert bis zum 3. September.

Eingang zum U-Bahnhof Mehringdamm in Kreuzberg

Eingang zum U-Bahnhof Mehringdamm in Kreuzberg

Foto: dpa Picture-Alliance / Markus C. Hurek / picture alliance / Markus C. Hur

Bus statt Bahn heißt es in den kommenden Wochen für die Nutzer der U-Bahnlinien U6 und U7. Denn am 11. August beginnen rund um den U-Bahnhof Mehringdamm umfangreiche Bauarbeiten an den Gleisen und der Zugsicherungstechnik. Mehrere Abschnitte werden bis zum 3. September von den Arbeiten betroffen sein, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Donnerstag mit. Für die Fahrgäste besteht in diesem Zeitraum in mehreren Teilabschnitten Pendel- und Ersatzverkehr.

Auf der Linie U6 starten die Arbeiten am diesem Freitag Woche zwischen den Bahnhöfen Tempelhof und Alt-Mariendorf. Bis zum 20. August müssen die Fahrgäste auf den Ersatzverkehr mit Bussen ausweichen. Es sei nicht möglich gewesen, in dem Bereich eine zusätzliche Busspur einzurichten, so die BVG. Es könne daher je nach Verkehrslage zu Verspätungen kommen.

Vom 21. bis 24. August wird die U6 dann zwischen den Stationen Hallesches Tor und Alt-Tempelhof unterbrochen. Als Ersatz fahren barrierefreie Busse. Zwischen Alt-Tempelhof und Alt-Mariendorf verkehrt alle siebeneinhalb Minuten ein Pendelzug.

Vom 25. bis 31. August fahren die Ersatzbusse dann zwischen Französischer Straße und Platz der Luftbrücke. Die Baumaßnahmen auf der Linie U7 beginnen am 25. August und dauern bis zum 3. September. Zwischen den U-Bahnhöfen Hermannplatz und Yorckstraße müssen die Fahrgäste auf Busse umsteigen. Der U-Bahnhof Möckernbrücke wird aufgrund der Straßenführung nicht angefahren, heißt es vonseiten der BVG. Zwischen Yorckstraße und Berliner Straße pendelt die U-Bahn im 15-Minuten-Takt. Nach dem 3. September sind weitere Bauarbeiten zwischen den U-Bahnhöfen Grenzallee und Britz-Süd geplant.

Elektronische Stellwerke sollen die Sicherheit verbessern

Grund für die vielen Sperrungen ist der Einbau elektronisch gesteuerter Stellwerke. Dafür müssen auf zwölf Kilometer Länge 214 Signale, 40 Geschwindigkeitsüberwachungen und knapp 200 Achsenzähler eingebaut werden. Deren Informationen sollen im neuen Stellwerk am Bahnhof Mehringdamm zusammenlaufen. So wisse die Leitstelle immer genau, wo sich welcher Zug befindet, heißt es bei der BVG.

Sollte es künftig zu Störungen kommen, wird das Stellwerk selbstständig eingreifen und die Bahnen zum Stehen bringen. "Gleichzeitig nutzen wir die Gelegenheit und bauen mehrere Gleiswechselanlagen ein. So können wir bei zukünftigen Bauarbeiten flexibler mit U-Bahnen pendeln und müssen dann seltener Ersatzverkehr mit Bussen fahren", sagte BVG-Bauchef Uwe Kutscher.

Informationen zum laufenden Betrieb sowie zu allen Linienänderungen liefern die Aushänge an den U-Bahnhöfen, die Internetseite bvg.de sowie die App "BVG FahrInfo Plus".

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