Forderung an Senat

Ryanair hat eine Idee: Ein dritter Flughafen für Berlin

Die Fluglinie wirft der Berliner Regierung vor, noch „wie im vergangenen Jahrhundert“ zu denken. Tegel und der BER seien nicht genug.

Ein Flieger der Fluggesellschaft Ryanair

Ein Flieger der Fluggesellschaft Ryanair

Die irische Fluggesellschaft Ryanair hat den Berliner Senat aufgefordert, einen weiteren Flughafen zu planen - zusätzlich zum noch nicht fertiggestellten Airport BER in Schönefeld und dem Flughafen Tegel. Ryanair-Manager Kenny Jacobs sagte dem "Tagesspiegel" am Dienstag, sein Unternehmen gehe von einem Anstieg des Passagieraufkommens in Berlin bis zum Jahr 2050 auf mehr als 90 Millionen Reisende im Jahr aus. 2016 wurden in Tegel und Schönefeld zusammen 33 Millionen Passagiere abgefertigt.

"Der Senat soll sich lieber Gedanken über den Bau eines dritten Flughfafens machen", sagte Jacobs. Ryanair unterstützt Bestrebungen, den Flughafen Tegel weiter zu betreiben. Eigentlich soll Tegel ein halbes Jahr nach Eröffnung des BER geschlossen werden.

Dem Senat wirft Jacobs vor, noch "wie im vergangenen Jahrhundert" zu denken. Berlin sei eine "großartige europäische Stadt" und die Besucher aus aller Welt würden nicht verstehen, warum die Metropole nicht auch – so wie alle anderen Hauptstädte – das Luftverkehrs-Drehkreuz ihres Landes sei.

Mehr zum Thema:

Müller hält BER-Eröffnung erst Anfang 2019 für möglich

Langsame Sicherheitskontrollen: 30 Passagiere verpassen Flug

Kritik an neuem Tegel-Konzept

© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.