Potsdamer Platz

Polizei und Feuerwehr demonstrieren in Berlin für mehr Lohn

Berlin ist seit Jahren im bundesweiten Vergleich Schlusslicht in der Besoldungstabelle. Deshalb gehen Beamte auf die Straße.

Berliner Beamte demonstrieren am Potsdamer Platz

Berliner Beamte demonstrieren am Potsdamer Platz

Foto: dpa

Am Donnerstagmorgen sind am Potsdamer Platz Berliner Polizisten und Feuerwehrleute für mehr Lohn auf die Straße gegangen. Grund ist, dass Berlin seit Jahren im bundesweiten Vergleich Schlusslicht in der Besoldungstabelle ist.

Parallel findet im Plenum des Berliner Abgeordnetenhaus diesen Donnerstag die zweite Lesung des Entwurfs zur Erhöhung der Beamtenbesoldung statt. „Weil wir mit den geplanten Erhöhungen nicht zufrieden sind, gehen wir auf die Straße“, sagte die Landesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Kerstin Philipp.

Laut GdP hinken Berlins Beamten in Folge massiver Sparmaßnahmen in allen Besoldungsgruppen hinterher. So verdiene ein Polizeikommissar in der Gruppe A9 genau 2.055,92 Euro Brutto weniger im Jahr als sein durchschnittlicher Kollege in Deutschland und 4.411,94 Euro weniger als der Kollege beim Bund.

„Der Stadt geht es mittlerweile gut, die Kassen sind gefüllt und der öffentliche Dienst hat daran großen Anteil“, sagte Philipp. Der geplante Besoldungsentwurf sei ein Schlag ins Gesicht, weil der Senat so auf dem Weg sei, die Vereinbarungen des Koalitionsvertrages zu brechen. „Die Hauptstadt ist seit 2000 um 450.000 Einwohner gewachsen, im selben Zeitraum allein der Personalkörper beim Polizeivollzug von 18.000 auf 17.000 reduziert worden“, heißt es in einer GdP-Mitteilung.