Liberale Moschee

Seyran Ateş steht unter verstärktem Polizeischutz

Die Frauenrechtlerin und Imamin hat laut einem Zeitungsbericht bereits über einhundert Morddrohungen bekommen.

Seyran Ateş

Seyran Ateş

Foto: Wolfgang Borrs / dpa

Die Gründerin der liberalen Moschee in Berlin, Seyran Ateş , wird nach zahlreichen Drohungen verstärkt von der Polizei geschützt. Wie aus ihrem Umfeld bekannt wurde, ist die Anwältin schon mehrfach bedroht worden, auch einmal auf offener Straße. Daraufhin sei der Personenschutz für die Frauenrechtlerin rund um die Uhr verschärft worden.

Ateş sagte dazu der „Welt am Sonntag“, sie habe bereits rund 100 Morddrohungen bekommen. „Über die sozialen Medien habe ich wegen der Moscheegründung so viele Morddrohungen bekommen, dass das LKA zu der Einschätzung gelangt ist, mich rund um die Uhr schützen zu müssen.“ Ateş war 1984 bereits Opfer eines Attentats geworden und dabei lebensgefährlich verletzt worden.

Jüngst hatte die Anwältin, die sich für einen säkularen und liberalen Islam einsetzt, im Stadtteil Moabit die Ibn-Rushd-Goethe-Moschee gegründet. Dort können Frauen und Männer, Sunniten, Schiiten und Aleviten gemeinsam beten.

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