Nahverkehr

Das BVG-Sozialticket kostet ab Juli nur noch 27,50 Euro

Ein günstigeres Sozialticket ist einer der zentralen Punkte auf der politischen Agenda der rot-rot-grünen Landesregierung.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

BVG und S-Bahn haben mit dem Verkauf des Sozialtickets zum neuen Preis begonnen. Das sogenannte Berlin-Ticket S ist dabei deutlich günstiger als bisher. Ab dem 1. Juli kostet es nur noch 27,50 Euro, bislang wurden 36 Euro verlangt. Mit dem Ticket S können ein Monat lang alle öffentliche Verkehrsmittel innerhalb des gesamten Berliner Stadtgebiets (Tarifgebiet AB) genutzt werden. Eine normale Monatskarte für diesen Bereich kostet mit 81 Euro fast das Dreifache.

Ein verbilligtes Sozialticket ist einer der zentralen Punkte auf der politischen Agenda der rot-rot-grünen Landesregierung. Damit soll Menschen mit geringem Einkommen die Teilhabe am öffentlichen Leben mehr als bisher erleichtert werden. Für die Preissenkung stockt der Senat seine Zahlungen an die Verkehrsunternehmen in diesem Jahr um 7,5 Millionen Euro und im nächsten Jahr um 15 Millionen Euro auf.

Eigentlich will Rot-Rot-Grün den Bezieherkreis noch deutlich ausweiten

Erworben werden kann das Sozialticket von Inhabern des „Berlinpasses“, der wiederum an Bezieher von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe, Grundsicherung im Alter sowie von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ausgegeben wird. Nach Senatsangaben wurden im Vorjahr 434.261 „Berlinpässe“ ausgestellt, hinzu kommen 13.126 Personen, die einen Pass vom Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten erhielten.

Eigentlich will Rot-Rot-Grün den Bezieherkreis noch deutlich ausweiten, etwa auf die Empfänger von Wohngeld. „Das befindet sich aber noch in der Prüfung“, sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Arbeit und Soziales. Zudem hatte das Abgeordnetenhaus im April beschlossen, dass auch die rund 7000 anerkannten Opfer des SED-Regimes den Pass erhalten sollen. Auch das ist bislang aber noch nicht umgesetzt.

Allein die BVG gibt derzeit pro Monat rund 130.000 Berlin-Tickets S aus. Weitere 40.000 der verbilligten Monatskarten werden von der S-Bahn und der Bahntochter DB Regio Nordost verkauft. Erwartet wird, dass sich mit der jetzt erfolgten Preissenkung die Zahl der Käufer des Sozialtickets und damit der Zuschussbedarf weiter erhöhen wird.

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