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Netz-Reaktionen auf Polizeiskandal: "Es sind alles Menschen"

In den sozialen Medien zeigen User überwiegend Verständnis für die gerüffelten Beamten. Einige fordern hingegen drastische Schritte.

So sah es nach der Party der Beamten aus

So sah es nach der Party der Beamten aus

Der Skandal um die wegen Alkohol- und Sex-Vorwürfen in die Kritik geratenen Berliner Polizisten beschäftigt die User in den sozialen Netzwerken. Vor allem mangelnde Qualitätskontrollen bei der Auswahl von Auszubildenden werden kritisiert.

„Wer sich mittlerweile jeden x-beliebigen in die Behörde holt muss sich nicht wundern“, kommentiert Nutzerin Lisa auf der Facebook-Seite der Berliner Morgenpost. „Die Erwartungen werden runtergeschraubt und der Bildungsstand ist bei einigen in der 10. Klasse stehen geblieben.“

"Nun seid doch nicht so spießig"

„Gebt den Berliner Polizisten endlich mehr Gehalt“, fordert Tanja. Auf diese Weise würde sich die Qualität der neuen Auszubildenden erhöhen. Auch Dagmar findet: „Bezahlt sie richtig und lasst sie nicht bis zum umfallen ackern!“ Hätten sie mehr Freizeit, würde so etwas nicht passieren.

Pet mahnt zur Vorsicht. Es sei nicht klar, ob das Fehlverhalten im Dienst oder außerhalb des Dienstes geschah. „Wir alle benehmen uns außerhalb unserer Arbeitszeit anders als im Job, feiern und trinken einen über den Durst. Also, erstmal abwarten.“ Auch Christoph meint: „Meine Güte, nun seid doch nicht so spießig. Wenn sie doch ihre Arbeit gut machen.“ Steven pflichtet bei: „Das sind alles Menschen die auch Spaß haben wollen.“

"Als Polizist hat man eine Vorbildfunktion"

„Ich kann nicht nachvollziehen, warum Alkohol in der Gemeinschaftsunterkunft gleich als Alkoholexzess dramatisiert wird“, schreibt Axel. Den Abzug der drei Hundertschaften aus Hamburg findet er übertrieben. Auch Dirk zeigt Verständnis: „Polizei. Bürger in Uniform. Die waren in ihrer Unterkunft. Privat, nicht im Dienst! Wo ist hier Problem? Feierabendbier und Sex mit Arbeitskollegen?“

Robert merkt an: „Leider hat man als Polizist eine Vorbildfunktion. Dessen sollte man sich stets bewusst sein.“ Benjamin fordert drastische Schritte: „Jeder der was damit zu tun hatte sollte sofort entlassen werden.“

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