Das ist Berlin

13 Gerichte, die jeder Berliner mal gegessen haben muss

Smoothies, Sushi und Burger gibt es überall. Diese 13 Klassiker der Berliner Küche überzeugen hingegen seit Generationen.

1. Ketwurst

Ket- was? Die Wurst im Brot mit Ketchup (daher auch das "Ket" in "Ketwurst") ist ein Produkt der DDR-Mangelwirtschaft. Mit verfügbaren Produkten wollte man der Bevölkerung einen Schnellimbiss anbieten, dessen Vorbild der Hot Dog war. Geschmeckt hat es den Leuten, so dass Anfang der 2000er-Jahre die Ketwurst auch wieder in Berlin verkauft wurde

2. Berliner Weiße mit Schuss

Strahlend grün oder leuchtend pink - so sieht es auf vielen Tischen in Berliner Biergärten aus. Die Berliner Weiße mit Schuss ist ein mit Milchsäurebakterien angesäuertes Weizenbier, das früher nur in der Sommerzeit gebraut wurde. Anfang des 19. Jahrhunderts soll ein Berliner Brauer namens Josty seinem Bier dann Waldmeister beigefügt haben. Später wurde der Mix von Weißbier mit Himbeer- oder Waldmeistersirup populär.

3. Pfannkuchen

Zugezogene outen sich damit, dass sie beim Bäcker einen "Berliner" bestellen. So heißt das Hefegebäck aber nur außerhalb der Hauptstadt und hört auch auf Namen wie Krapfen oder Kreppel. Gefüllt ist er mit Marmelade, während der Faschingszeit aber auch manchmal mit Senf.

4. Currywurst

Dieser Wurst-Snack Nummer eins gehört zur Hauptstadt wie das Brandenburger Tor. Auch sie wurde 1949 in Mangelzeiten entwickelt: Brat- oder Brühwurst wurde frittiert oder gebraten, dann mit einer Soße aus Ketchup und Gewürzen serviert. Legendär ist die Currybude Konnopke an der Schönhauser Allee und in Mitte steht sogar ein Currywurstmuseum.

5. Fassbrause

Die ersten Fassbrausen bestanden um 1900 aus Malzbier mit Frucht- und Kräuterzusätzen und waren als Bierersatz für Kinder gedacht. Heute sind Fassbrausen der Limonade ähnlicher, aber weiterhin auch klassisch "vom Fass" erhältlich.

6. Döner Kebap

Fleisch am Spieß, knuspriges Fladenbrot, drei Soßen und knackiges Gemüse: Ein Döner braucht nicht viel, um richtig gut zu sein. Mittlerweile gibt es ihn auch mit Schafskäse oder nur Gemüse. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde er in Berlin in den 1970er-Jahren erfunden und eroberte von hier aus die Gaumen der Welt.

7. Bulette

Klops, Frikadelle, Fleischpflanzerl - in Berlin aber immer noch Bulette. Der französische Begriff (Boulette = Kügelchen) soll von den Hugenotten kommen, aber wahrscheinlicher ist, dass er während der Besetzung Berlins durch die Truppen Napoleons Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden ist.

8. Königsberger Klopse

Man nehme Gehacktes vom Kalb, Rind oder Schwein, koche die Klopse in heißem Wasser und bereite eine säuerlich-cremige Soße mit klein gehacktem Salzhering, Sardellen oder Kapern zu. Serviert wird der Klops mit Kartoffeln und manchmal noch roter Beete. "Königsberg" liegt heute in Russland und heißt Kaliningrad - deshalb nannte man das Gericht in der DDR politisch korrekt auch "Kochklopse".

9. Rollmops

Der Rollmops war wie die Soleier und das Kasseler ein Produkt des 18. Jahrhunderts. Damals erhob Friedrich II. ("Alter Fritz") eine Salzsteuer und legte einen hohen Mindestverbrauch von Salz aus preußischen Salinen in Magdeburg, Halle und Schönebeck fest. Der Rollmops hat seinen Namen aus dem Biedermeier und soll im Aussehen an die Hunderasse Mops erinnert haben.

10. Kalbsleber mit Äpfeln und Zwiebeln

Gebratene Kalbsleber mit Äpfel und Zwiebel, dazu Kartoffelstampf gehören schon lange zur Berliner Küche. Leber war billig und hatte einen hohen Gehalt an Mineralien. Dann waren Innereien lange verpönt, erleben aber in der Berliner Gastronomie gerade wieder einen neuen Aufschwung.

11. Pellkartoffeln mit Quark und Leinöl

Das Arme-Leute-Essen stammt ursprünglich aus dem Spreewald, genauer, aus der Lausitz, doch ist auch in Berlin beliebt. Vermutlich etablierte es sich zusammen mit den knapp 1000 Spreewald-Ammen, die um 1900 die Kinder wohlhabender Berliner stillten und betreuten.

12. Kasseler mit Sauerkraut und Stampfkartoffeln

Gepökelt und leicht geräuchert - so kennt man das deftige Kasseler Fleisch. Angeblich hat es der Berliner Fleischermeister Cassel im 19. Jahrhundert erfunden, aber auch um eine Herkunft aus der Stadt Kassel wird spekuliert.

13. Eisbein

Die Schweinhaxe wird gepökelt und dann gekocht und in Berlin mit Sauerkraut und Erbspüree serviert. Ein Klassiker, von dem manchmal sogar zwei Esser satt werden.

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