Untersuchungsausschuss

Ermittler: Berlin war der Lebensmittelpunkt von Anis Amri

Der Attentäter vom Breitscheidplatz soll vor seiner Tat vor allem in der Hauptstadt gelebt haben. Gemeldet war er in NRW.

Der Islamist Anis Amri bekannte sich zum IS

Der Islamist Anis Amri bekannte sich zum IS

Foto: Arne Dedert / dpa

Berlin war vor seinem Anschlag der Lebensmittelpunkt des Attentäters vom Breitscheidplatz. Das bestätigte Dieter Schürmann, der Landeskriminaldirektor im NRW-Innenministerium, am Freitag vor dem Amri-Untersuchungsausschuss des Landtags in Düsseldorf.

„Wenn er in Nordrhein-Westfalen war, wussten wir das“, sagte der oberste Kriminalbeamte des Landes und verwies auf Kontrollen und Hinweise. Bei dem von Amri verübten Anschlag auf einen Weihnachtsmarkt in unmittelbarer Nähe der Gedächtniskirche wurden zwölf Menschen getötet, mehr als 50 verletzt.

Der Tunesier war bei der Ausländerbehörde in Kleve gemeldet und von mehreren Sicherheitsbehörden als islamistischer Gefährder eingestuft. Nach dem 18. August 2016 sei Amri nicht mehr in NRW aufgetaucht, sagte Schürmann. Davor sei der Tunesier nur sporadisch in Nordhein-Westfalen gewesen.

Berliner erklären, warum die Stadt stärker ist als der Hass

Berliner erklären, warum die Stadt stärker ist als der Hass
Video: Berliner erklären, warum unsere Stadt so stark ist

Mehr zum Thema:

Anis Amri war enger mit Islamisten-Szene vernetzt als angenommen

Verschwörungstheorien zum Anschlag auf dem Breitscheidplatz

Staatsanwaltschaft verhaftet Bekannten von Anis Amri

Zahl der Verletzten vom Breitscheidplatz steigt auf 67

© Berliner Morgenpost 2019 – Alle Rechte vorbehalten.