"Muslimban"

Auch für die US-Botschaft in Berlin gilt das Einreiseverbot

Am Montag verkündete die diplomatische Vertretung, künftig keine Bürger der betroffenen Staaten mehr auf ihr Gelände zu lassen.

Hier darf nicht mehr jeder rein: US-Botschaft im Regierungsviertel

Hier darf nicht mehr jeder rein: US-Botschaft im Regierungsviertel

Foto: Michael Kappeler / dpa

Staatsbürger der vom Einreiseverbot in die USA betroffenen Länder dürfen die US-Botschaft in Berlin ab sofort nicht mehr betreten."Wenn Sie bereits einen Termin vereinbart haben, NEHMEN SIE DIESEN BITTE NICHT WAHR. Sie werden keinen Eintritt in die Botschaft/das Konsulat erhalten“, teilte die Botschaft am Montag mit.

Staatsbürger der Länder Irak, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien und Jemen sollten ihre vereinbarten Termine für Visa-Interviews nicht wahrnehmen und auch keine neuen vereinbaren oder Visagebühren zahlen.

Trump hatte am Freitag einen 90-tägigen Einreisestopp für Staatsbürger der sieben mehrheitlich muslimischen Länder verfügt. Flüchtlinge aus aller Welt sind somit für 120 Tage ausgesperrt, jene aus Syrien sogar auf unbestimmte Zeit. Betroffen sind auch mehr als 45.000 Berliner mit ausländischem Pass.

Nach Daten des Statistischen Landesamts lebten am 30. Juni 2016 insgesamt 45 764 Menschen aus den sieben betroffenen Ländern in der deutschen Hauptstadt. Dazu kommen Deutsche mit Doppelpass, deren Zahl in der Statistik nicht erfasst wird.

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