Beschluss

Nun offiziell: Berliner Senat beschließt Holm-Entlassung

Der rot-rot-grüne Senat hat am Dienstag nun auch offiziell die Entlassung von Staatssekretär Holm beschlossen.

Im Kreis von Mieterinitiativen klärte Anfrej Holm über seinen Rücktritt auf. Der Umgang mit seiner Stasi-Vergangenheit stand dabei allerdings nicht im Fokus. Außerdem fasste Holm nach seiner kurzen Mitarbeit in der Regierung ein Zwischenfazit.

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Einen Tag nach seinem Rücktritt hat der rot-rot-grüne Berliner Senat offiziell die Entlassung von Staatssekretär Andrej Holm beschlossen.

Er sei auf Vorlage von Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher (Linke) aus dem Beamtenverhältnis auf Probe entlassen worden, teilte der Senat am Dienstag mit.

Holm war nach wochenlanger Diskussion über den Umgang mit seiner Stasi-Vergangenheit am Montag zurückgetreten. Damit kam er einem Rausschmiss zuvor.

Holm hat nach der Entlassung keinen Anspruch auf finanzielle Übergangsleistungen oder andere Gelder. Das teilte die Senatskanzlei am Sonntag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Holm sei Beamter auf Probe und habe nach rund einem Monat Amtszeit keinerlei Ansprüche, hieß es.

Im Land Berlin ist es üblich, dass Staatssekretäre auf Probe eingestellt werden. Die Probezeit beträgt maximal zwei Jahre. Nach frühestens einem Jahr ist eine Verbeamtung auf Lebenszeit möglich. Das Grundgehalt der Berliner Staatssekretäre beträgt rund 8900 Euro brutto monatlich.

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