Neues Video

So wohl fühlt sich das Berliner Eisbär-Baby im Tierpark

Das Eisbären-Baby aus dem Berliner Tierpark entwickelt sich prächtig. Ein neues Video zeigt, wie zärtlich seine Mutter es pflegt.

Eisbärenmutter Tonja und ihr Baby im Tierpark Berlin

Eisbärenmutter Tonja und ihr Baby im Tierpark Berlin

Foto: Screenshot YouTube/Tierpark Berlin

Jeden Tag geht es einen Schritt voran in der Eisbärenhöhle im Tierpark. Manchmal auch ein paar Schritte zurück. Das fünf Wochen alte Eisbärenbaby versucht es jetzt im „Rückwärtsgang“. Es könnte ja sein, dass es so viel leichter ist, das Gleichgewicht zu halten. Doch der Versuch, sich gestützt auf die Vorderpfoten nach hinten zu schieben, endet wie alle anderen auch: auf dem Bauch oder Rücken. Da muss Mama Tonja tröstend einschreiten und den Minibären auf den Bauch setzen, damit er beim Trinken wieder neue Kraft schöpfen kann.

Zu sehen ist das alles in einem aktuellen Video, das unter „Best of kleiner Eisbär und Mutter Tonja“ auf Youtube zu sehen ist. „Der nächste Entwicklungsschritt wird sein, dass das Kleine versucht, den Po anzuheben, um sich auf seinen vier Pfoten zu halten“, sagt Christiane Reiss, Sprecherin von Zoo und Tierpark. Doch das Problem sei, dass das Köpfchen noch zu schwer ist. „Ein bisschen sieht es aus wie bei einem Wackeldackel, er kann den Kopf nicht richtig halten“, so die Sprecherin.

Auf dem Video ist aber auch zu sehen, dass sich die Eisbärenmutter wirklich liebevoll um das Kleine kümmert. Sie hat immer ein waches Auge auf den Nachwuchs, füttert und putzt ihn. „Die Pfleger versuchen, jetzt nach der Geburt wieder eine enge Bindung zu Tonja aufzubauen“, erläutert Christiane Reiss. Tonja müsse mit ihrer Verantwortung als Mutter wieder neu Vertrauen fassen. Das ginge am besten mit Möhrchen oder etwas Süßem. Ein besonderer Leckerbissen seien im Moment allerdings Weintrauben.

Bislang war noch kein Tierpark-Mitarbeiter in der Wurfbox drin. Tonja sei aber schon so entspannt, dass die Pfleger sie problemlos filmen könnten, sagt die Sprecherin. Das Vertrauen solle nun weiter im Hinblick auf den Tierarztbesuch und die anstehende Wurmkur gefestigt werden. Das wird auch der Augenblick sein, in dem das Geschlecht des Jungtiers bestimmt werden kann.

Ein Weibchen wäre schon besser, so Tierpark-Sprecherin Reiss. Zum einen für die Zucht. Außerdem könnten weibliche Tiere auch in größeren Gruppen gehalten werden, Eisbärenmänner dulden keinen anderen Mann neben sich. Aber bis zur Tierarztvisite wird noch einige Zeit vergehen. Sicher ist: Im März verlassen Mutter und Kind die Wurfhöhle.

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