Datenjournalismus

Google unterstützt Berliner Morgenpost bei Datenprojekt

| Lesedauer: 2 Minuten

Das Tool mit dem Arbeitstitel „Data Story Finder“ hilft Journalisten beim Sammeln, Analysieren und Aufbereiten von Daten.

Google schüttet aus seinem Innovationsfonds für Medien in der zweiten Runde 24 Millionen Euro an 124 Projekte aus ganz Europa aus. Das kündigte der Internet-Konzern am Donnerstag in Berlin an. 22 der geförderten Projekte stammen aus Deutschland, vier aus Österreich und zwei aus der Schweiz. Zu den Gewinnern gehören das gemeinnützige Recherchezentrum Correctiv, RP Digital von der „Rheinischen Post“, „Spiegel Online“, der Schwäbische Verlag, „Der Tagesspiegel“, „Wirtschaftswoche“, „taz“, „Deutsche Welle“ und auch die Berliner Morgenpost.

Die Aktion von Google ist Teil der „Digital News Initiative“ (DNI), für die der Internetkonzern insgesamt einen Fördertopf von 150 Millionen Euro eingerichtet hatte. Aus Deutschland beteiligen sich derzeit rund 38 Verlage, Rundfunksender und Medienprojekte an der DNI.

Über 850 Projekte hatten sich insgesamt um Förderung beworben. Die Auswahl wurde durch den externen Beirat in Zusammenarbeit mit dem Projektteam des Innovationsfonds getroffen. Die „Digital News Initiative“ wurde von Google gegründet, um gemeinsam mit Nachrichtenanbietern aus Europa hochwertigen Journalismus durch Technologie und Innovation zu unterstützen, wie es in einer Google-Mitteilung heißt.

Die Berliner Morgenpost entwickelt mit Unterstützung von Googles Digital News Initiative ein neues Tool für datenjournalistische Analysen. Die neue Anwendung soll für die Redaktionen Routine-Prozesse bündeln und automatisieren und damit den Zugang zu Daten einfacher machen.

Sensoren, Satelliten, Statistiken: Daten werden auf viele verschiedene Arten erhoben. „Die Komplexität der Datensätze und die damit verbundenen technischen Hürden kosten oft zu viel Zeit im News-Alltag“, sagt Carsten Erdmann, Chefredakteur der Berliner Morgenpost.

Das Tool mit dem Arbeitstitel „Data Story Finder“ hilft Journalisten bei mehreren datenjournalistischen Prozessen von der Sammlung und einheitlichen Sicherung von Daten über statistische Berechnungen bis hin zur Visualisierung – und das ohne Programmierkenntnisse. Carsten Erdmann: „Der Data Story Finder wird die datenjournalistische Arbeit im Newsroom vereinfachen - auch für Nichtexperten.“

Die Entwicklung übernimmt das mehrfach ausgezeichnete Interaktiv-Team der Berliner, Entwicklungsstart ist im Januar 2017. Nutzen wird das Tool in einem ersten Schritt die Redaktion der Berliner Morgenpost, ein Rollout für andere Funke-Regionalmedien soll in einem zweiten Schritt folgen.

Zu den Interaktiv-Projekten der Berliner Morgenpost

Zur Pressemeldung der Funke-Mediengruppe