Die schlimmsten Schlagzeilen

Hass-Website "Breibart News" will nach Deutschland

Der Chef des Hetz-Portals "Breitbart News" soll Donald Trumps neuer Chefstratege werden. Hier die schlimmsten Schlagzeilen des Portals.

Breitbart News gilt als Haus- und Hofmedium von Donald Trump

Breitbart News gilt als Haus- und Hofmedium von Donald Trump

Foto: Screenshot Breitbart News

Mit der Berufung Stephen Bannons, dem Chef des für versteckten Rassismus und Antisemitismus bekannten Polit-Krawall-Portals "Breitbart" hat Trump eine Personalentscheidung getroffen, wie sie kontroverser kaum sein könnte.

Donald Trumps Wahlkampf-Medium

"Breitbart News" unterstützte Donald Trump in dessen Wahlkampf massiv und war nicht unwesentlich an dessen Wahlsieg beteiligt. Firmenchef Stephen Bannon, ein früherer Goldman-Sachs-Banker und Berater der erzkonservativen Republikanerin Sarah Palin, wechselte im August als Wahlkampfmanager in Trumps Kampagnenteam. Nun soll er zum Chefberater des künftigen Präsidenten aufsteigen.

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"Breitbart" als Sprachrohr der alternativen Rechten in den USA

"Breitbart News" versteht sich laut Bannon als "wichtigstes Sprachrohr der Alt-Right", der alternativen Rechten in den USA. Die Bewegung ist ein loser Zusammenschluss weißer Nationalisten, Antisemiten und Migrantengegnern.

Die Plattform veröffentlicht regelmäßig Kolumnen und Texte die offen gegen, Frauen, Migranten, Minderheiten, Homosexuelle und Übergewichtige Menschen hetzt.

Hier die eine Auswahl der schlimmsten Schlagzeilen von „Breitbard News“:

  • „North African Migrants Turning Berlin’s Notorious ‘Kotti’ Area Into No-Go Zone“ (Nordafrikanische Migranten haben Berlins berüchtigten ‘Kotti’ in eine No Go-Zone verwandelt)
  • „10,000 Migrants to be Housed in Berlin’s Luxury Hotels While Local Homeless Go Without Shelter“ (10.000 Migranten werden in Berliner Luxus-Hotels untergebracht, während deutsche Obdachlose keinen Schutz erhalten)
  • „Donald Trump Would Be the Real First Black President (Donald Trump wäre der erste wahre schwarze Präsident)
  • „Why Equality And Diversity Departments Should Only Hire Rich, Straight White Men“ (Warum die Gleichheits- und Vielfältigkeitsabteilungen nur reiche, heterosexuelle weiße Männer engagieren sollte)
  • „‘Would You Rather Your Child Had Feminism or Cancer?’“ (Würden Sie bevorzugen, dass Ihr Kind Feminist ist oder Krebs hat?)
  • „Does Feminism Make Women Ugly?“ (Macht Feminismus Frauen hässlich?)
  • „Birth Control Makes Women Unattractive and Crazy“ (Die Antibabypille macht Frauen unattraktiv und verrückt)
  • „Science Proves It: Fat-Shaming Works“ (Wissenschaftlich bewiesen: Mobbing Fettleibiger wirkt)
  • „Munich Builds a Wall to Protect Citizens from Migrants“ (München baut eine Mauer um die Bürger vor Migranten zu schützen)

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"Breitbart" will nach Deutschland

Die deutsche Medienlandschaft könnte bald wachsen: Nach Angaben des Chefredakteur Alexander Marlow plant "Breitbart News" nun auch Redaktionen in Deutschland und Frankreich zu eröffnen

Ziel soll es sein, gewählte rechtspopulistische Politiker zu unterstützen. Die AfD klatschte bereits Beifall. Laut Marlow laufen bereits Bewerbungsgespräche mit Journalisten, ein genauer Termin für den Start in Deutschland steht aber noch nicht fest.

"Breitbart News" in London engagierte sich für Brexit

Auf dem US-Markt ist "Breitbart News" bereits seit 2007 präsent. Gegründet vom inzwischen verstorbenen Blogger Andrew Breitbart sollte das Medium nach dessen Vorstellung eine "Huffington Post von rechts" werden. Mit etwa 37 Millionen Besuchern im Oktober 2016 und 240 Millionen Klicks kommt "Breitbart News" bisher zwar nur auf etwa ein Sechstel des Traffics der "Huffington Post", befindet sich aber im Aufwind: Nach eigenen Angaben waren die Zugriffszahlen noch nie so gut.

"Breitbart News" gibt es außer in den USA bereits in Jerusalem und London. Bannon hatte das Medium 2013 nach Großbritannien gebracht, weil er ein Geschäft in der Anti-EU-Kampagne gesehen haben soll. Er sollte Recht behalten: Laut der Nachrichtenagentur Reuters war der 23. Juni 2016, der Tag, an dem die Briten für den Brexit stimmten, der bislang erfolgreichste für die Nachrichtenseite.

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