Rücktritt

Berliner Piraten-Chef Bruno Kramm geht zu den Grünen zurück

Grund sei das "desaströse Wahlergebnis" der Berliner Piraten - und die "menschliche Tragödie" um den Tod von Gerwald Claus-Brunner.

Bruno Kramm ist als Berliner Piraten-Chef zurückgetreten

Bruno Kramm ist als Berliner Piraten-Chef zurückgetreten

Foto: dpa

Nun geht auch noch der Chef: Nach der Wahlniederlage der Berliner Piraten verlässt der Landesvorsitzende Bruno Kramm (48) die Partei und wechselt zurück zu den Brandenburger Grünen, deren Mitglied er bereits von 2009 bis 2012 war. Am Donnerstag erklärte Kramm, der auch als Spitzenkandidat der Piraten bei der Abgeordnetenhauswahl antrat, seinen Rücktritt.

In der Begründung, die der Landesverband der Partei veröffentlichte, sprach Kramm von einem „desaströsen Wahlergebnis“ und einem „kräftezehrenden, verlorenen Wahlkampf“. Hinzu sei eine „unerwartete Trauerphase über eine menschliche Tragödie am Rande der Partei“ gekommen, schrieb er mit Blick auf den Piraten-Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner. Der hatte sich das Leben genommen und steht im Verdacht, einen Mann getötet zu haben.

Der Musiker und Musikproduzent Kramm war seit November 2014 Vorsitzender der Berliner Piraten. Kommissarisch übernimmt nun sein Stellvertreter Simon Kowalewski den Vorsitz.

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