Musikfest

Anwohner-Klagen abgewiesen - Lollapalooza findet statt

Das Lollapalooza im Treptower Park darf stattfinden. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden.

Jubelnde Fans beim Lollapalooza in Berlin

Jubelnde Fans beim Lollapalooza in Berlin

Foto: Britta Pedersen / dpa

Das Lollapalooza kann wie geplant am 10. und 11. September im Treptower Park stattfinden. Klagen von Anwohnern wurden von dem Verwaltungsgericht Berlin zurückgewiesen.

Die Anwohner hatten ihre Klagen damit begründet, dass der Veranstaltungsort Treptower Park ihre Interessen nicht berücksichhtige und die zu erwartende Lärmbelästigung unzumutbar sei.

Dagegen hatte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt mit der herausragenden kulturellen Bedeutung des Lollapalooza für Berlin als Kulturstadt argumentiert. Zudem würde der Ausfall der Veranstaltung für Berlin einen nicht mehr gutzumachenden Imageschaden bedeuten. Der Veranstalter fürchtete zudem einen hohen wirtschaftlichen Schaden.

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Die 10. Kammer des Verwaltungsgerichts Berlin hatte zwar Zweifel an der herausragenden Bedeutung des Musikfestivals, die eine Ausnahme von den maximalen Immissionswerten rechtfertigen würde. Die Genehmigung sei aber "gerade noch" und nur wegen der Verpflichtung des Veranstalters zur Bereitstellung von Ersatzunterkünften für die am stärksten vom Lärm betroffenen Anwohner rechtmäßig. Weiter heißt es: "Wegen der zu erwartenden lauten Musikdarbietungen für jeweils 12 Stunden an zwei Tagen müssten auch im Hinblick auf den Gesundheitszustand einzelner Anwohner bzw. auf die besonders empfindlichen Bevölkerungsgruppen individuelle Lösungen gefunden werden. Der Veranstalter habe erklärt, dass Anfragen für Ersatzunterkünfte und Kostenübernahmeerklärungen zügig und im Zweifel zu Gunsten der Anwohner bearbeiten würden. Im Fall einer Absage des Festivals entstünden dem Land Berlin und dem Veranstalter ganz erhebliche, nicht wiedergutzumachende Nachteile."

Gegen die Entscheidung ist die Beschwerde an das Oberverwaltungsgericht zulässig.