Fahrscheine

Auf die Fahrgäste der BVG kommt die nächste Preiserhöhung zu

Erst im Januar waren die Ticketpreise erhöht worden. Jetzt könnten die Einzelfahrscheine bald teurer werden.

Einzelfahrscheine werden womöglich bald teurer

Einzelfahrscheine werden womöglich bald teurer

Foto: Lukas Schulze / picture alliance / dpa

Auf die Fahrgäste von Bussen und Bahnen in Berlin kommt die nächste Fahrpreiserhöhung zu. Im Gespräch sei, ab Januar für den Einzelfahrschein für die beiden Berliner Tarifzonen A und B 2,80 Euro und damit 10 Cent mehr als jetzt zu verlangen, berichtet die „Berliner Zeitung“. Die Monatskarte AB solle weiter 81 Euro kosten, die Vier-Fahrten-Karte unverändert 9 Euro. Der maßgebliche Index für die Erhöhung über alle Tarife hinweg liege bei 0,56 Prozent.

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Eine Sprecherin des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg äußerte sich zu den Zahlen nicht und sagte nur, der Aufsichtsrat entscheide Ende September über „Tarifanpassungen“. Geschäftsführerin Susanne Henckel hatte dem „Tagesspiegel“ (Montag) gesagt: „Sie werden moderat ausfallen, weil sie wieder an einen Index gekoppelt werden.“

Zu Jahresanfang waren die Fahrpreise in Berlin und Brandenburg durchschnittlich um 1,84 Prozent gestiegen. Dabei hatte sich der Verbund erstmals an dem eigens angelegten Index orientiert. Er beruht auf der Entwicklung der Verbraucherpreise in Brandenburg und Berlin (zu 83 Prozent) sowie auf der Kostenentwicklung bei Kraftstoffen und Strom (je 8,5 Prozent), berechnet jeweils über die vergangenen fünf Jahre.

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"Die Überlegungen, die Fahrpreise erneut zu erhöhen, sind abstrus. Die Fahrpreise müssen runter – nicht rauf", sagte Grünen-Politiker Stefan Gelbhaar. "Es gibt keinen Grund für eine Fahrpreiserhöhung in Berlin." Realität in Berlin seien vielmehr immer mehr Ausfälle und Verspätungen bei Bus und Bahn. Das passe gar nicht zu einer Preiserhöhung, erklärte der Sprecher für Verkehrspolitik.