Tierschutz

Berliner Senatsverwaltung sucht Zähler für Wildkatzen

Der Senat benötigt einen externen Partner, der die wildlebenden Katzen zählt. Eine Kastrationspflicht sieht die Verwaltung kritisch.

Eine Katze durchs Gras. Sie sind niedlich, verschmust und eine Plage: In Berlin vermehren sich freilaufende Katzen unkontrolliert. Trotzdem will der Senat keine Kastrationspflicht einführen, wie sie Tierschützer fordern

Eine Katze durchs Gras. Sie sind niedlich, verschmust und eine Plage: In Berlin vermehren sich freilaufende Katzen unkontrolliert. Trotzdem will der Senat keine Kastrationspflicht einführen, wie sie Tierschützer fordern

Foto: Soeren Stache / dpa

Die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz sucht weiterhin einen externen Partner, der die wildlebenden Katzen in der Stadt zählt. „Die Organisation, die das eigentlich tun wollte, hat leider nach genauerem Nachdenken einen Rückzieher gemacht. Das finden wir sehr bedauerlich“, sagte Sprecherin Claudia Engfeld am Montag. Im Zuge der Diskussion um einen Kastrationszwang für Katzen will die Verwaltung zunächst eine valide Datenbasis haben, bevor sie weitere Schritte plant.

Kastrationspflicht wäre "schwer zu überprüfen"

Tierschützer fordern seit Jahren eine verpflichtende Kastration für Katzen. So wollen sie verhindern, dass sich Freigänger mit freilebenden Katzen paaren und die Jungen verwahrlosen. Wie viele Katzen aber tatsächlich wild in der Stadt leben, ist laut Engfeld unbekannt. Einen Zwang zur Kastration sehe die Verwaltung kritisch: „Wir sehen das grundsätzliche Problem, dass eine Verordnung, die alle Halter zur Kastration der Katzen verpflichtet, nur sehr schwer zu überprüfen ist“, sagt Engfeld.