Schon länger ein Paar

Dieter Hallervorden und die neue Frau an seiner Seite

Seit längerem gibt es Gerüchte um Dieter Hallervordens Liebesleben. Jetzt hat sich der Schauspieler dazu geäußert.

Der Schauspieler Dieter Hallervorden und seine Christiane Zander posieren beim Produzentenfest

Der Schauspieler Dieter Hallervorden und seine Christiane Zander posieren beim Produzentenfest

Foto: Jens Kalaene / dpa

„Es ist Sonntag!“, erinnert Claudia Neidig, Managerin von Dieter Hallervorden, am Telefon. „Ja, aber die Schlagzeile in der ‚Bild am Sonntag‘ …“ „Er hat in seinem Brief dort alles gesagt. Mehr sagt er nicht. Er hasst Interviews, er hat in 55 Jahren genug mit der Presse geredet. Außerdem ist er im Urlaub.“

„Alles gesagt“, damit ist das Bekenntnis zu seiner neuen Liebe gemeint. „Christiane Zander und Dieter Hallervorden gehören zusammen!“, schreibt er in der Zeitung über sich selbst. „Wir sind seit fast anderthalb Jahren ein Paar!“ 46 Jahre alt ist Christiane Zander, eine Stuntfrau. 34 Jahre jünger als er, neun Jahre jünger als seine zweite Ehefrau Elena Blume. Seit 25 Jahren sind die beiden verheiratet, gemeinsam haben sie eine Tochter und einen Sohn.

Stolz schwingt mit, wenn Dieter Hallervorden den Beruf seiner neuen Freundin beschreibt, die er „die verehrte Christiane“ nennt: „Sie doubelt Schauspielerinnen bei riskanten Situationen, sie macht Fallschirmsprünge und ist als Taucherin aktiv. Eine Frau, die weiß, was sie will.“ Und eine, die den Nervenkitzel liebt – und die auch neue Aufregung bringt in Dieter Hallervordens Leben. Seit „Honig im Kopf“ erlebt seine Karriere noch einmal eine überraschende Blüte – der Film von Til Schweiger, in dem Hallervorden einen Demenzkranken spielt, war 2014 in Deutschland erfolgreicher als jeder Hollywood-Blockbuster.

Kennengelernt habe man sich im Februar 2015 im Schlosspark Theater in Steglitz, das Hallervorden 2008 übernommen und mit seinem eigenen Geld gerettet hat. Im Juli habe er seiner Frau von der neuen Liebe erzählt. „Mit meiner Frau Elena führe ich schon lange eine kameradschaftliche Ehe“, schreibt er. Von Scheidung ist nicht die Rede. „Alle, die auf Zoff und Schmutzige-Wäsche-Waschen gehofft haben, werden wir enttäuschen. Denn dazu haben wir zu harmonische Zeiten miteinander erlebt.“

Das Bekenntnis ist Teil seiner Strategie „Flucht nach vorne“. Die Presse habe ihn massiv bedrängt, so seine Managerin Neidig, seit vor sechs Wochen erste Paparazzi-Fotos auftauchten mit der Frau, die nicht seine Frau war. Die Aufnahmen entstanden in Tagen, in die auch der 25. Hochzeitstag von Hallervorden und Blume fiel. Seitdem erschienen er und die Stuntfrau auch bei öffentlichen Anlässen als Paar, turtelten unbeeindruckt von klickenden Kameras, posierten zusammen. Noch zurückhaltend bei einer Party von Til Schweiger Ende Mai im Restaurant „White Trash“ in Treptow und, ganz offensiv beim Sommerfest der Produzentenallianz am vergangenen Dienstag im Haus der Kulturen der Welt.

Das Paar erschien mit Verspätung auf dem roten Teppich – die ungeteilte Aufmerksamkeit der Fotografen war ihnen sicher. Dort hielten sie Händchen und wurden später knutschend in einem dunklen Vorraum der Toiletten gesehen. Zander preschte auf der Party schon einmal vor. Sie bestätigte Reportern: „Ja, wir sind ein Paar“. Der Altersunterschied spiele keine Rolle, sagte sie dem „Ok Magazin“. „Vom ersten Moment an waren wir auf einer Ebene.“ Was erst jetzt auffällt: Bereits im Februar dieses Jahres begleitete Christiane Zander Dieter Hallervorden zu einem Kulturpolitischen Abend der FDP in Dessau.

Dabei hatte Hallervorden vor dem Erfolg von „Honig im Kopf“ eher zurückgezogen gelebt, viel Zeit verbracht auf seinem Château de Costaérès auf einer Insel vor der Küste der Bretagne. Seine Ehefrau Elena Blume mied das Rampenlicht, begleitete ihren Mann ungern auf roten Teppichen. Das übernahm meist Managerin Claudia Neidig, oder zuletzt öfter der 17-jährige Sohn Johannes, der ebenfalls Schauspieler ist.

Nach „Honig im Kopf“ schien es Hallervorden allerdings nicht aufregend genug werden zu können. Er zoffte sich öffentlich mit Til Schweiger über die Interpretation seiner Figur. Als er im April 2015 in Wien für seine Rolle mit dem österreichischen Film- und Fernsehpreis Romy ausgezeichnet wurde, sorgte seine Dankesrede für einen Eklat: Er wolle die Trophäe „heim ins Reich führen“, sagte er. Auch in der Debatte um das Gedicht von Satiriker Jan Böhmermann über den türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan mischte er mit. Er stellte ein Lied namens „Erdogan, zeig mich an“ ins Netz. Jetzt will Hallervorden sich von seiner neuen Freundin das Fallschirmspringen beibringen lassen. Es ist nie zu spät für große Sprünge.