Straßenbau

Heidestraße am Hauptbahnhof vorzeitig freigegeben

Die Ampeln gehen erst noch in Betrieb, die Fahrbahnmarkierungen kommen in Kürze - aber der Verkehr rollt schon.

Nach drei Bauzeit wurde die Heidestraße für den Verkehr frei gegeben. Doch erst mal nur mit Tempo 30, weil die Fahrbahnmarkierungen noch fehlen

Nach drei Bauzeit wurde die Heidestraße für den Verkehr frei gegeben. Doch erst mal nur mit Tempo 30, weil die Fahrbahnmarkierungen noch fehlen

Foto: Thomas Fülling / BM

Es gibt sie noch: Bauvorhaben in Berlin, die im Kosten- und Zeitplan bleiben. Das konnte Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) jetzt zumindest für den Bau der Heidestraße nördlich vom Hauptbahnhof vermelden. Der seit September 2013 im Bau befindliche Abschnitt zwischen Perleberger und Minna-Cauer-Straße konnte von ihm am Montag für den Verkehr freigegeben werden.

Vor allem Autofahrer, die aus dem Berliner Norden in Richtung City West oder Potsdamer Platz unterwegs sind, dürften nun schneller vorankommen. Auf Entlastung können vor allem die Anwohner und Nutzer der chronisch zugestauten Invalidenstraße hoffen.

Noch dürfen die Autofahrer zumindest in Richtung Norden nur mit Tempo 30 fahren, denn auf der östlichen Fahrbahn sind die Markierungen noch nicht aufgetragen. Das soll „im Laufe der Woche“ nachgeholt werden, so ein Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung. Auch die neuen Ampeln, die den Fußgängern ein sicheres Überqueren der viel befahrenen Straße ermöglichen sollen, müssen erst noch in Betrieb gesetzt werden.

Von der Baubrache zur Europacity

Für den Bau von 1200 Meter Fahrbahn inklusive der Leitungen darunter haben die Baufirmen 34 Monate benötigt. Das klingt recht lang. Doch laut Senatsverkehrsverwaltung konnte das Projekt sogar fünf Monate früher als geplant beendet werden. Möglich wurde dies durch „Optimierungen im Bauablauf“, Maßnahmen also, die sich viele Berliner auch für andere Baustellen in der Stadt sehr wünschen.

„Die Heidestraße führte früher durch eine Stadtbrache, in Zukunft wird sie die Hauptstraße der Europacity sein. Mit Menschen, die zu Fuß, auf dem Fahrrad oder mit dem Auto das neue Viertel zu einem urbanen Teil von Berlin machen. Dafür haben wir heute die Grundlage geschaffen“, würdigte Verkehrssenator An­dreas Geisel das vorzeitig beendete Bauvorhaben.

Zwei Fahrspuren, separate Radwege, breite Gehwege

Auch die Kosten blieben laut Geisel dabei im Rahmen: Insgesamt 9,5 Millionen Euro seien vom Senat, der Deutschen Bahn und dem Projektentwickler für die angrenzende Europacity, der CA Immo, für die Arbeiten ausgegeben worden.

Für das Geld gibt es jetzt nicht nur eine Straße mit nunmehr zwei Fahrspuren pro Richtung, sondern auch 2,35 Meter breite separate Radfahrstreifen und sieben Meter breite Gehwege an jeder Straßenseite. Die neue Straße wird gesäumt von 137 Straßenbäumen. Auf dem Mittelstreifen ließ der Senat Hainbuchen pflanzen, entlang der Gehwege wachsen nun Ulmen.

Im Zusammenhang mit dem Straßenbau wurden auch umfangreiche Leitungsbauarbeiten ausgeführt. Nahezu alle Ver- und Entsorgungsunternehmen sowie Telekommunikationsanbieter haben parallel zu den Arbeiten ihre Leitungen verlegt.