Masterplan

In der Parkstadt Karlshorst entstehen tausend Wohnungen

Das Gelände des DDR-Furnierwerks der „VEB Holzveredelung“ am Blockdammweg ist verwahrlost. Nun soll eine Wohnsiedlung entstehen.

Auf einem 13 Hektar großen Grundstück zwischen Hönower Wiesenweg (l.), Blockdammweg (oben r.) und Trautenauer Straße (u.) entsteht die „Parkstadt Karlshorst “. Geplant ist eine Mischung aus  Eigentums- und  Mietwohnungen. Auch eine Schule und eine Kita sind geplant.

Auf einem 13 Hektar großen Grundstück zwischen Hönower Wiesenweg (l.), Blockdammweg (oben r.) und Trautenauer Straße (u.) entsteht die „Parkstadt Karlshorst “. Geplant ist eine Mischung aus Eigentums- und Mietwohnungen. Auch eine Schule und eine Kita sind geplant.

Foto: ©Klaus Theo Brenner – Stadtarchitektur

Die Tage der maroden Gebäude des alten Furnierwerks und des Maschinenbauhandels aus DDR-Zeiten sind gezählt. Auf einem 13 Hektar großen, ehemals nur für Gewerbe reservierten Gelände zwischen Blockdammweg, Hönower Wiesenweg und Trautenauer Straße in Karlshorst sollen bis zum Jahr 2021 rund 1000 neue Wohnungen entstehen. Den Masterplan für die Bebauung hat das Architekturbüro Klaus Theo Brenner entwickelt. Die detaillierten Planungen wird der Bezirk Lichtenberg am heutigen Donnerstag vorstellen.

Bezirk begrüßt Entwicklung des verwahrlosten Areals

Nach dem städtebaulichen Entwurf des Architekturbüros Brenner soll auf dem tortenförmigen Baugrundstück ausschließlich mehrgeschossiger Wohnungsbau entstehen. Reihen- oder Einfamilienhäuser sind dagegen nicht vorgesehen. Die Wohnungen sollen dabei in sieben begrünten Höfen angeordnet werden, die beidseits einer baumbestandenen Allee angeordnet werden, die das Grundstück der Länge nach durchschneidet. Zum Blockdamm hin schließen sich zudem sieben Punkthäuser an sowie ein Grünzug, an den angrenzend auch eine Schule, eine Kita sowie Einkaufsmöglichkeiten entstehen.

Die "Parkstadt Karlshorst", so der Name der neuen Siedlung, wird nach dem "Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung" entstehen, das der Berliner Senat beschlossen hat. Seit 2015 müssen bei allen Wohnungsbauvorhaben, für die ein Bebauungsplan erforderlich ist, 25 Prozent Sozialwohnungen mitgebaut werden. "In enger Partnerschaft mit dem Investor", so der Baustadtrat von Lichtenberg, Wilfried Nünthel (CDU), hätten der Bezirk und die Bonava (ehemals NCC) die künftige Bebauung entwickeln lassen und damit eine wichtige Grundlage für die Verwirklichung der Parkstadt gefunden. Seit mehr als einem Jahrzehnt habe sich der Bezirk eine Entwicklung des teilweise verwahrlosten Areals gewünscht. Nun gehe es endlich voran, sagte Nünthel weiter.

"Familienfreundliches Quartier zu bezahlbaren Preisen"

"Wir wollen in Karlshorst ein familienfreundliches Quartier zu bezahlbaren Preisen schaffen", versprach Bonava-Regionalleiter Helmut Kunze. Vier Architekturbüros würden bereits an ersten Entwürfen für die Wohnhäuser arbeiten: die Berliner Büros Eingartner Khorrami Architekten, Höhne Architekten, Eckert Negwer Suselbeek (ENS) Architekten und Klaus Theo Brenner – Stadtarchitektur.

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