Berlin

Israel-Kritiker plant Demo am Mahnmal – Polizei prüft Antrag

Der Israel-Kritiker Martin Lejeune will eine politische Aktion vor dem Holocaust-Mahnmal abhalten. Im sozialen Netzwerk Facebook ruft der Journalist zum „Gedenken an Gaza Massaker 2014“ auf. Demnach will er am 8. Juli die Namen von 2251 in dem Konflikt mit Israel ums Leben gekommenen Menschen verlesen und bezeichnet die Auseinandersetzung als „Völkermord“.

Wie die Polizei am Montag auf Anfrage bestätigte, liegt eine Versammlungsanmeldung zum „Gedenken an die Opfer des Krieges und Faschismus“ vor. Angemeldet ist die Aktion demnach für den 8. Juli im Zeitraum von 16.55 Uhr bis 21.55 Uhr. Es handele sich um einen Einzelanmelder, der eine vermutliche Teilnehmerzahl von zehn Personen an der Versammlung angekündigt habe. Der Antrag werde von der Versammlungsbehörde geprüft, hieß es weiter. Als Versammlungsort sei die Behren-/Ecke Ebertstraße genannt. In einer Videobotschaft auf Facebook gibt Lejeune allerdings die Hannah-Arendt-Straße auf der anderen Seite des Holocaust-Mahnmals als Ort seiner Aktion an. Der Journalist und Aktivist sagt, er wolle die „vergessenen Opfer des Angriffs auf Gaza wieder ins Bewusstsein rücken“.

Die Militäroperation der israelischen Armee dauerte vom 8. Juli bis 26. August 2014. Es handelte sich um eine Reaktion auf den Beschuss mit Raketen, die durch die Hamas und andere palästinensische Gruppen aus dem Gazastreifen abgefeuert worden waren.

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