Himmelsschauspiel

Wo Sie die Mini-Sonnenfinsternis in Berlin beobachten können

Merkur zieht am heutigen Montag an der Sonne vorbei. Das seltene Schauspiel lässt sich auch in Berlin verfolgen. Wir verraten Ihnen wo.

Dieses Foto zeigt einen Merkur-Transit. Aufgenommen wurde er von Astronomen in den USA.

Dieses Foto zeigt einen Merkur-Transit. Aufgenommen wurde er von Astronomen in den USA.

Foto: - / dpa

Wenn der Planet Merkur an diesem Montag vor der Sonne vorbeizieht, lässt sich das seltene Himmelsschauspiel bei gutem Wetter auch in Berlin und Brandenburg beobachten.

Das Zentrum für Astronomie und Astrophysik der Technischen Universität Berlin überträgt das Phänomen von 13 bis 18 Uhr vom Teleskop aus direkt in einen Hörsaal (Hardenbergstraße 36, Eugene-Wigner-Gebäude, Hörsaal EW 203). Die Veranstaltung ist öffentlich. Außerdem gibt es ab 13 Uhr einen Live­stream auf dem Videokanal Youtube.

Die Archenhold- und die Wilhelm-Foerster-Sternwarte in Alt-Treptow und in Steglitz laden bei schönem Wetter ab 11.30 Uhr beziehungsweise ab 12.45 Uhr zu Live-Beobachtungen ein. Das teilten die Institute mit.

Keine merkliche Verdunklung

Merkur wird nach Angaben der Berliner Sternenforscher in der Region um 13.05 Uhr vor die Sonne treten. Das Ende des Schauspiels ist wenige Minuten vor Sonnenuntergang um 20.31 Uhr zu erwarten.

Eine merkliche Verdunkelung der Sonne wird es – anders als bei Sonnen- und Mondfinsternissen – aber nicht geben. Denn Merkur ist nicht nur der kleinste Planet des Sonnensystems, er steht der Sonne auch am nächsten. Deshalb erscheint er am Montag nur als winziger dunkler Punkt. Mit bloßen Augen ist er nicht zu erkennen.

Zum Anschauen ist ein Fernrohr mit stabilem Stativ und mindestens 50-facher Vergrößerung notwendig. Wer dennoch in die Sonne schauen möchte, sollte entsprechende Schutzbrillen verwenden, warnen Experten.

Merkurtransite sind relativ selten. Im 21. Jahrhundert tritt der Planet nur 14 Mal vor die Sonne, nicht jedes Mal ist das von Mitteleuropa aus zu sehen. Zuletzt konnte das Schauspiel von Deutschland aus 2003 beobachtet werden, das nächste Mal ist es 2019 möglich.