Theater in Berlin

Verhärtete Fronten im Streit um Kudamm-Bühnen

Der neue Investor stellt ein überarbeitetes Konzept für das geplante Theater vor, Theaterfamilie Woelffer bleibt dem Termin aber fern.

Das Theater am Kurfürstendamm in Berlin-Charlottenburg

Das Theater am Kurfürstendamm in Berlin-Charlottenburg

Foto: Schoening Berlin / picture alliance / Arco Images

Im Streit um die Berliner Kudamm-Bühnen ist keine Lösung in Sicht. Zwar stellte der neue Investor am Dienstag ein überarbeitetes Konzept für das geplante Theater vor, die betroffene Theaterfamilie Woelffer blieb dem Termin aber demonstrativ fern. „Es wäre an der Familie Woelffer, auf mich zuzugehen. Wir sind kompromissbereit“, versicherte Norman Schaaf, Geschäftsführer des Immobilienentwicklers Cells Bauwelt.

Das Unternehmen will die beiden traditionsreichen Bühnen am Kurfürstendamm abreißen und stattdessen im hinteren Bereich des Areals ein Theater im Tiefgeschoss errichten. Auf Wunsch von Woelffer habe man den Theatersaal neu geplant und sehe jetzt auch Logen vor, selbst wenn dies für den Zuschauer nicht optimal sei, erläuterte Architekt Jan Kleihues.

Das Theater lehnt dagegen weiter alle Pläne ab, die auf einen Abriss hinauslaufen. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte am Montag im Kulturausschuss an die Familie Woelffer appelliert, Kompromissbereitschaft zu zeigen