Nazi-Party-Video

Jusos: Henkel muss in CDU gegen rechtes Gedankengut vorgehen

In einem privaten Video klopfen junge Berliner CDU-Politiker rechtsradikale Sprüche. Der SPD-Nachwuchs fordert Konsequenzen.

 Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU)

Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU)

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Die Berliner Jusos haben Innensenator und CDU-Chef Frank Henkel aufgefordert, in seiner eigenen Partei „endlich durchzugreifen und rechtem Gedankengut eine klare Absage zu erteilen“. Henkel müsse seine eigene Partei „rigoros aufräumen und die entsprechenden personellen Konsequenzen ziehen“, verlangte die Berliner Juso-Vorsitzende Annika Klose am Mittwoch.

Klose reagierte auf Berichte der „Bild“-Zeitung und der „B.Z.“ von Mittwoch. Danach haben drei jüngere CDU-Abgeordnete 2005 bei einer Reise der Schüler-Union nach Riga bei einer privaten Feier rechtsextreme Sprüche fallen lassen und Hakenkreuzabzeichen gezeigt. Sie filmten sich damals selbst auf Video. Dieses Video liege „Bild“ exklusiv vor. Die Zeitung hatte schon 2008 über den Fall berichtet.

Die drei CDU-Politiker - der heutige JU-Vorsitzende Christoph Brzezinski (29), der CDU-Abgeordnete Danny Freymark (33) und der Kandidat fürs Abgeordnetenhaus im Wahlkreis Schmargendorf, Lukas Krieger (28) - bekennen sich in den Zeitungen zu dem damaligen Video und bedauern es heute zutiefst. Für mehrere Jahre waren sie nach 2005 aus der CDU ausgetreten. Jetzt sind sie wieder aktiv.