Facebook-Chef zu Besuch

So läuft Tag 2 für Mark Zuckerberg in Berlin

Bevor Facebook-Chef Mark Zuckerberg Berlin wieder verlässt, beantwortet er mittags beim Townhall-Meeting noch Fragen von Studenten.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg in Berlin im Facebook Innovation Hub. Zuckerberg hatte unter anderem Studien zur künstlichen Intelligenz vorgestellt.

Facebook-Chef Mark Zuckerberg in Berlin im Facebook Innovation Hub. Zuckerberg hatte unter anderem Studien zur künstlichen Intelligenz vorgestellt.

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Der zweite Tag von Mark Zuckerberg in Berlin beginnt ungewöhnlich - ganz ohne Status-Update des Facebook-Chefs. Hatte der 31-Jährige am Donnerstag noch Fotos von seiner Joggingrunde durch das Brandenburger Tor und am Reichstag vorbei im Netzwerk geteilt, scheint er sich nun ganz auf seinen Auftritt am Mittag vorzubereiten. Um 13 Uhr beantwortet der Multimilliardär in der Arena Berlin Fragen von Studenten, die diese zuvor online einreichen mussten.

Zuckerbergs Auftritt ist Höhepunkt einer großangelegten PR-Aktion von Facebook. Berlin ist dabei nur eine Station. Speziell für den Besuch des Firmengründers hat das Unternehmen in unmittelbarer Nähe zu seinem neuen Büro im Sony Center das „Innovation Hub“ aus dem Boden gestampft. Neben dem „Welt“-Ballon an der Wilhelmstraße steht seit Mittwoch eine mit Glas und Holz veredelte Zelthalle. Der Eingang ist streng bewacht – rein kommt nur, wer eine Einladung hat.

Das Innere ist in verschiedene Bereiche unterteilt. Es gibt eine kleine Bühne, auf der Zuckerberg am Donnerstag europaweite Forschungspartnerschaften im Bereich der Künstlichen Intelligenz (AI) ankündigte. Man erhält Informationen zu Facebooks Bemühungen, Datenzentren so umweltfreundlich und effektiv wie möglich zu gestalten. Zukunftsprojekte wie die Drohne „Aqulia“, die vor allem arme Gegenden in Afrika mit Internet aus der Luft versorgen soll, werden vorgestellt. Und natürlich haben Besucher die Möglichkeit, die neuesten Oculus-Produkte auszuprobieren und in die virtuelle Realität abzutauchen.

Nachdem am Mittwoch vor allem Journalisten durch den Pavillon geführt wurden, war am Donnerstag die Politik an der Reihe. Kanzleramtschef Peter Altmaier bekam eine persönliche Führung durch das „Innovation Hub“. Der CDU-Politiker lobte das Engagement von Facebook im Bereich Künstliche Intelligenz als "bedeutenden Baustein für die Entwicklung der Digitalisierung". Deutschland sei einer der führenden Technologie- und Forschungsstandorte weltweit. "Deshalb begrüße ich sehr, dass von Facebook mit der Technischen Universität Berlin eine deutsche Forschungseinrichtung als erstes für eine Kooperation ausgewählt wurde."

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Im Anschluss an das Gespräch kündigte Altmaier an, dass die Bundesregierung beim Löschen von Hasskommentaren Facebook weiter genau auf die Finger schauen will. "Wir werden sehr darauf achten, dass die beabsichtigten Maßnahmen auch umgesetzt werden“, sagte der 57-Jährige.

Am Abend schaute Zuckerberg dann noch beim Springer vorbei, um sich den "Axel Springer Award" abzuholen. Der Verlag zeichnete ihn als "herausragende Unternehmerpersönlichkeit" mit einem neugeschaffenen Preis aus.