Berlin

Waffen bei Rockertreffen sichergestellt

Die Polizei hat am Sonntagabend ein Rockertreffen in einer Wohnung in Schöneberg beendet. Ein Großaufgebot von Beamten stürmte die Wohnung gegen 19.30 Uhr, wie die Polizei am Montag mitteilte. Die Beamten überprüften 22 Personen einer Rockergruppierung, die sich in den Räumen aufhielten. Es soll sich um mutmaßliche Angehörige der Vereinigung „Guerilla Nation“ handeln.

Bei der Razzia entdeckten die Polizisten mehrere Waffen: Messer, eine Machete und Schlagwerkzeuge. Sie wurden sichergestellt. Bei zwei der Anwesenden wurden im Zug der Durchsuchung auch Substanzen entdeckt, bei denen der Verdacht besteht, dass es sich um Drogen handelt. Die Stoffe werden nun in einem Labor untersucht.

Gegen die Besitzer der Waffen sowie der vermeintlichen Drogen wurden Strafverfahren eingeleitet, teilte die Polizei weiter mit. 21 der Männer erhielten, nachdem ihre Personalien festgestellt worden waren, Platzverweise für die Wohnung, die als Treffpunkt gedient hatte. Damit war die Zusammenkunft praktisch aufgelöst.

Mieter der Räume ist ein 29 Jahre alter Mann. Er durfte nach dem Einsatz weiter in seiner Wohnung bleiben. Auf ihrer Seite im sozialen Netzwerk Facebook bezeichnen sich die Gruppenmitglieder der „Guerilla Nation“ als „ein Club, eine Gemeinschaft aus verschiedenen Nationalitäten und Kulturen, deren Ziel der Zusammenhalt und Brüderlichkeit ist“.

In Berlin und Brandenburg halten unterschiedliche Rockergruppierungen häufig Treffen ab, bei denen die Polizei zumeist größere Kontrollen vornimmt. Zuletzt hatten sich im November Hells Angels auf einem privaten Grundstück in Alt-Biesdorf getroffen und waren im Verlauf der Zusammenkunft kontrolliert worden.

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