Stickoxid und Feinstaub

In Teilen Berlins herrscht häufig dicke Luft

Berlins Luft ist nicht besonders. In Teilen der Stadt sind zu viele Stickoxide und Feinstaub in der Luft.

Foto: Michael Kappeler / dpa

In Teilen Berlins atmen Menschen zu viele gesundheitsschädigende Stickoxide und Feinstaub ein. An sechs von zehn Messpunkten stellte das Umweltbundesamt (UBA) 2015 zum Teil deutlich erhöhte Stickoxidwerte fest. Auch beim Feinstaub wurden Grenzwerte zum Teil häufig überschritten, wie aus am Freitag veröffentlichten Daten hervorgeht.

Beim lungenschädlichen Stickoxid liegt der Grenzwert bei 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Deutlich überschritten wurde er im Jahresdurchschnitt am Hardenbergplatz in Charlottenburg/Tiergarten (53 Mikrogramm) sowie in der Silbersteinstraße und der Karl-Marx-Straße in Neukölln (je 52 Mikrogramm).

Beim Feinstaub wurde zwar an keinem Messpunkt im Jahresdurchschnitt der Grenzwert von 50 Mikrogramm erreicht. Allerdings gab es an der Frankfurter Allee in Friedrichshain an 36 Tagen höhere Werte als erlaubt. In der Neuköllner Silbersteinstraße waren es 29 Tage. Insgesamt lag die Zahl der erhöhten Werte an acht Messpunkten im zweistelligen Bereich. Feinstaubpartikel dringen in die Lunge und auch in den Blutkreislauf ein. Sie stammen aus Dieselruß, Reifenabrieb, Gewerbebetrieben, Kaminen, Holzöfen und Silvesterböllern.