Demonstrationen

Nach angeblicher Vergewaltigung: Demos in mehreren Städten

In mehreren Städten Bayerns und Baden-Württembergs sind am Sonntag Hunderte Russlanddeutsche auf die Straße gegangen.

Hunderte von Russlanddeutschen demonstrieren  in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) gegen Gewalt und für mehr Sicherheit in Deutschland

Hunderte von Russlanddeutschen demonstrieren in Villingen-Schwenningen (Baden-Württemberg) gegen Gewalt und für mehr Sicherheit in Deutschland

Foto: Marc Eich / dpa

Hunderte Russlanddeutsche haben am Sonntag in mehreren Städten Bayerns und Baden-Württembergs gegen eine aus ihrer Sicht ausufernde Gewalt von Ausländern demonstriert.

Anlass war die angebliche Vergewaltigung eines Mädchens in Berlin, eine Tat, die es nach Auskunft der Berliner Polizei gar nicht gegeben hat, über die jedoch in russischen Medien berichtet worden war.

Friedliche Demonstrationen in mehreren Städten

In Augsburg versammelten sich etwa 200 Protestierende auf dem Rathausplatz. Sie forderten eine Verteidigung „deutscher und christlicher Werte“. In teils auf Russisch vorgetragenen Redebeiträgen wandten sie sich gegen gewalttätige Flüchtlinge. Die Demonstration war der Polizei zufolge nicht bei der Stadt angemeldet.

In den mittelfränkischen Städten Nürnberg, Erlangen, Ansbach und Neustadt an der Aisch protestierten für einige Stunden jeweils zwischen 40 und 400 Russlanddeutsche. Die Demonstranten kamen meist schweigend und ohne Transparente und Banner zusammen. Alle Kundgebungen verliefen friedlich, bestätigte ein Polizeisprecher.

500 Menschen in Ellwangen

In Ellwangen in Baden-Württemberg marschierten die Demonstranten laut Polizei vom Marktplatz zur Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge. Dort kamen schließlich rund 500 Menschen zusammen, die laut Behörde einen „insgesamt unorganisierten Eindruck“ machten. Weitere Demonstrationen gab es in Schwäbisch Gmünd, Lahr, Rastatt und Villingen-Schwenningen.