Baderegeln

Berliner Schwimmbäder bringen Hinweise für Flüchtlinge an

Die Berliner Bäder wollen Hinweistafeln auf Arabisch anbringen. In anderen Kommunen waren offenbar weibliche Badegäste belästigt worden.

Ein Flyer mit Baderegeln in einem Schwimmbad in München. Mit Verhaltensregeln unter anderem auf Arabisch und Englisch wollen auch Berliner Schwimmbäder Flüchtlinge informieren

Ein Flyer mit Baderegeln in einem Schwimmbad in München. Mit Verhaltensregeln unter anderem auf Arabisch und Englisch wollen auch Berliner Schwimmbäder Flüchtlinge informieren

Foto: Sven Hoppe / dpa

Berlins Schwimmbäder wollen mit Hinweistafeln Badeunfälle von Flüchtlingen verhindern. Auf Englisch und Arabisch soll unter anderem auf rutschige Böden oder die Tiefe des Wassers hingewiesen werden.

Auch Verhaltensregeln wie Duschen vorm Baden sollen vermittelt werden. Münchner Bäder haben bereits entsprechende Verhaltensregeln in Form von Comics angebracht.

„Das ist eine Reaktion auf die zahlreichen Gäste in den Bädern, die Flüchtlinge sind“, sagte ein Sprecher der Berliner Bäder. Tafeln auf Englisch gebe es schon. Derzeit würden sie noch ins Arabische übersetzt. Diese Hinweise sollen voraussichtlich Ende Januar folgen.

Frauen sexuell belästigt

Nach Beschwerden über sexuelle Belästigungen weiblicher Badegäste hatte die Stadt Bornheim (Nordrhein-Westfalen) am Donnerstag ein Schwimmbadverbot für männliche Flüchtlinge aus den Unterkünften in der Nachbarschaft erlassen. Die Entscheidung stieß auf breite Kritik.

Das Verbot soll in der kommenden Woche wieder aufgehoben werden. Am Montag werde der Verwaltungsvorstand den genauen Tag festlegen, kündigte Bürgermeister Wolfgang Henseler (SPD) im Bonner „General-Anzeiger“ an. Die Maßnahme sei von vorneherein nur kurzfristig angelegt gewesen, um ein Zeichen zu setzen. Einige der Flüchtlinge hätten Verständnis für die Maßnahme der Gemeinde gezeigt. Andere hätten sich diskriminiert gefühlt und erklärt, man könne nicht alle männlichen Flüchtlinge Schwimmverbot bestrafen, wenn nur einige wenige sich falsch verhalten hätten.