Berlin

Die Dombaumeister Schädel und Ebert

Leitfigur Hans Schädel war Diözesan- und Dombaumeister des Bistums Würzburg. Schädel (1910–1996), der mit Friedrich Ebert die Gedenkkirche am Heckerdamm entwarf, gilt als Leitfigur des Sakralbaus nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland. Der Steinmetzsohn erlernte das Handwerk seines Vaters. 1956 wurde er zum Dombaumeister, 1971 zum Diözesanbaumeister ernannt. Insgesamt waren es 87 Kirchen, die er wiederaufbaute, umgestaltete oder neu errichtete. Der Architekt strebte eine Verbindung von Tradition und Moderne im Sakralbau an. Sein heute allgemein geschätztes Hauptwerk, der Wiederaufbau des Würzburger Doms, wurde in den 50er- und 60er-Jahren heftig debattiert. Schädel wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Goldmedaille für Architektur der Biennale Salzburg.

Nachfolger Friedrich Ebert war von 1974 bis 1984 Diözesan- und Dombaumeister des Bistums Würzburg. Ebert, 1913 geboren, studierte Architektur und arbeitete danach eng zusammen mit seinem Amtsvorgänger Schädel als Diözesanarchitekt.

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