Urteil

Gericht hebt Hundeverbot am Schlachtensee auf

Das Verwaltungsgericht Berlin hat das Hundeverbot an Schlachtensee und Krumme Lanke gekippt.

Foto: Amin Akhtar

Hunde dürfen wieder auf den Uferwegen von Schlachtensee und Krumme Lanke ausgeführt werden. Das Verwaltungsgericht hat am Dienstag entschieden, dass die vom Bezirksamt erlassene Verordnung aufgehoben wird. „Ein Uferweg ist keine Badestelle“, begründete Richter Stephan Groscurth die Entscheidung.

Umweltstadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) wollte die Hunde vom Uferweg verbannen, um „die Badegewässer den Erholungssuchenden zur Verfügung zu stellen“. Viele hätten Angst vor Hunden oder würden sich in ihrer Entspannung beeinträchtigt fühlen, wenn sie immer damit rechnen müssten, von einem Tier beschnuppert oder angesprungen zu werden. Um eine Rechtsgrundlage für die neue Regelung zu haben, erklärte sie kurzerhand den gesamten Uferweg zur öffentlichen Badestelle. In diesem Augenblick greift das Berliner Hundegesetz. Das verbietet die Mitnahme von Hunden an Badestellen, genauso wie auf Spielplätzen und Liegewiesen.

Wegen der grundsätzlichen Bedeutung des Falls kann Berufung gegen das Urteil eingelegt werden.