Zoo Berlin

Giraffe Abasi verheddert sich in Futternetz und stirbt

Gerade haben die Mitarbeiter des Zoos neue Vorrichtungen für die Futternetze angebracht. Die wurden Abasi offenbar zum Verhängnis.

Giraffe Abasi ist am 27.11.2015 tödlich verunglückt

Giraffe Abasi ist am 27.11.2015 tödlich verunglückt

Foto: Zoo Berlin

Sechs Jahre wurde der Giraffenbulle Abasi nur alt, dabei hatte er sein ganzes Leben noch vor sich. Bis zu 25 Jahre können Giraffen alt werden. Ein tragischer Unfall beendete vorzeitig das Leben der Netzgiraffe im Zoologischen Garten.

Es geschah in der Nacht zum 27. November. Am Vorabend hatten die Mitarbeiter des Zoos in den Ställen der Giraffen neue Vorrichtungen für die Futternetze angebracht. Die wurden Abasi offenbar zum Verhängnis. Der Zoo geht davon aus, dass Abasi diese Seilvorrichtungen selbstständig löste, dabei in Panik verfiel und sich in diesem Zustand in der Seilkonstruktion verhedderte. Das kann dazu geführt haben, dass sich das Tier stranguliert hat.

„Wir sind tief erschüttert über diesen traurigen Unfall“, sagt Andreas Knieriem, Direktor von Zoo und Tierpark. Giraffen seien sehr schreckhafte Tiere. Zudem führten Unfälle aufgrund der Größe und der Länge ihrer Gliedmaßen leider oft zum Tode.

Das Pflegepersonal entdeckte das Tier beim ersten Rundgang in den Morgenstunden. Wie genau es zu dem tragischen Unfall kommen konnte, sei leider nicht konkret nachvollziehbar, hießt es am Freitag im Zoo. Alle Giraffen verbrächten die Nächte unbewacht in ihren Stallungen.

Eine Obduktion soll Klarheit bringen

Am Freitagmorgen wurde Abasi zur Obduktion in die Tierklinik Düppel transportiert. Dort soll er nun von den Tierärzten obduziert werden. Aus den Ergebnissen ließen sich womöglich die näheren Umstände, die zum Tod der Giraffe führten, klären, heißt es aus dem Zoo.

Netzgiraffe Abasi wurde am 18. April 2009 im Zoo Berlin geboren. Ihre Eltern waren Malindi und Seppl. Die Giraffe lebte im Zoo gemeinsam mit seinem Artgenossen Magambi, der gerade zwei Jahre alt ist, und der vier Jahre alten Rotschild-Giraffe Max.

Giraffen ziehen grundsätzlich in lockeren Familienverbänden umher, wobei ausgewachsene Männchen Einzelgänger sind. Die Giraffenbullen Max und Magambi werden demnach unverändert ihrem Berliner Leben nachgehen – und solange es die Temperaturen zulassen, im Außengehege des Zoos stolzieren.

Netzgiraffen sind die bekannteste Unterart der Giraffen. In der Freiheit leben sie vor allem in der Grassteppe Ost- und Südafrikas, in Nord-Korea, Süd-Äthiopien und Somalia.