Herbstbeginn

Jetzt kommt der Herbst - mit Wolken und Regen

Am Mittwoch beginnt der Herbst und zwar recht trüb. Auch in Berlin überwiegen Wolken. Schon zum Wochenende zeigt er seine goldene Seite.

Im Berliner Tiergarten sieht es schon recht herbstlich aus

Im Berliner Tiergarten sieht es schon recht herbstlich aus

Foto: Lukas Schulze / dpa

Mit Wolken, Regen und Temperaturen unter 20 Grad beginnt am Mittwoch der Herbst in Deutschland. Die Sonne zeigt sich am ehesten im Norden, im Süden dominieren Regenwolken. Im Norden gibt es die höchsten Temperaturen - sie erreichen dort nach der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis 17 Grad.

Das liege einerseits am häufigeren Sonnenschein, aber auch an den Temperaturen von Nord- und Ostseewasser, sagte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel am Dienstag. Auch in Berlin lassen die zahlreiche Wolken der Sonne nur hier und da Chancen, sich zu zeigen. Zeitweise regnet es.

Weiter südlich ist es ungemütlich und nass bei Werten um 13 Grad, im Dauerregen noch kühler. In den Alpen sinkt die Schneefallgrenze auf rund 1600 Meter.

Besserung sei schon in Sicht, aber es werde nicht überall eitel Sonnenschein herrschen, sagte Kirchhübel. Am Wochenende ist der Süden begünstigt, während es dann an der Nordsee ungemütlich wird. Es werde zwar mehr Sonne geben, aber für einen Altweibersommer bleibe es bei 15 bis 20 Grad zu kühl. „Es gibt eher einen goldenen Herbst.“

Was Herbst bedeutet

Herbst im Kalender: Der kalendarische oder astronomische Herbstanfang richtet sich nach der Sonne. Danach beginnt der Herbst, wenn zur Tagundnachtgleiche die Sonne den Äquator Richtung Südhalbkugel überquert. 2015 ist es am 23. September um 10.21 Uhr MESZ so weit. Meteorologen teilen wegen der Vergleichbarkeit von Statistiken die Jahreszeiten in ganze Monate ein. Meteorologischer Herbst ist darum vom 1. September bis zum 30. November.

Herbst auf der Uhr: Im Herbst endet auch die Sommerzeit. Am letzten Oktober-Sonntag stellen viele Länder in Europa die Uhren eine Stunde zurück. In Deutschland ist das genau geregelt im „Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung“.

Herbst auf der Straße: Eine häufige Unfallursache im Herbst ist die gefrierende Nässe auf der Fahrbahn. Es kommen auch die Nebel-Monate. Besonders häufig drückt im Oktober warme Luft über dem von Nachtfrost ausgekühlten Boden das Grau nach unten und schränkt die Sicht ein. Zudem gibt es mehr Wildunfälle. Die aktivste Zeit des Wildes in der Dämmerung fällt im Oktober und November in die Hauptverkehrszeit.

Herbst-Stimmmung: Weniger Licht und trübes Grau im Herbst können die Laune vermiesen. Bei manchen Menschen steigern sich Antriebs- und Lustlosigkeit bis zur Saisonabhängigen Depression (SAD). Ohne Licht produziert der Körper weniger stimmungsaufhellende Endorphine und schüttet weniger von dem Glückshormon Serotonin aus. Psychologen warnen davor, beim „Herbst-Blues“ gleich chemische Stimmungsaufheller zu nehmen. Oft reichten Spaziergänge bei frischer Luft und hellem Licht.