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Immobilien-Boom
Wo Berlin seine Wohnungen baut
Die Bauindustrie nimmt in Berlin so richtig Fahrt auf. In Mitte drehen sich die meisten Baukräne. Schlusslicht ist Marzahn-Hellersdorf.

Wohnhochhaus in Halensee: Die Bauwert Gruppe will ein früheres Bürohochhaus im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf für rund 80 Millionen Euro zum Wohnturm umbauen. Wo früher Akten gewälzt wurden, sollen auf 17 Stockwerken Eigentumswohnungen zwischen 40 und 485 Quadratmetern entstehen. Insgesamt sind an der Heilbronner Straße 9-10 im Ortsteil Halensee 160 Eigentumswohnungen geplant, die Hälfte davon entsteht in zwei angrenzenden, fünfgeschossigen Neubauten. Baustart ist noch in diesem Sommer.© Bauwert Investment Group

Stadtquartier am Wasser: Das Richtfest wurde im Juli gefeiert, im Frühjahr 2016 sollen die ersten Bewohner in das neu errichtete Quartier „Uferkrone“ in Köpenick einziehen. Nur wenige Minuten von der Altstadt entfernt baut die Buwog Gruppe 198 Eigentumswohnungen. Auf dem rund 19.o00 Quadratmeter großen Baugrundstück im Mündungsbereich von Dahme und Spree werden insgesamt zwölf Gebäude errichtet. Der Kaufpreis für eine Vier-Zimmer-Garten-Maisonette-Wohnung (117,5 Quadratmeter) beträgt 325.000 Euro.© BUWOG Group | BUWOG Group

Leben auf dem Brauerei-Gelände: Die Baugrube ist errichtet, jetzt geht es auf dem Gelände zwischen Mainzer Straße und dem Jobcenter in Nord-Neukölln an den Hochbau. Auf dem Areal der früheren Kindl-Brauerei entsteht ein Wohnensemble mit 119 Eigentumswohnungen. Das Immobilienunternehmen Ziegert investiert rund 33 Millionen Euro. Käufer der 38 bis 200 Quadatmeter großen Wohnungen zahlen pro Quadratmeter zwischen 2700 und 3950 Euro. Bezugsfertig sollen die Wohnungen im November 2016 sein.© CHRISTOPH NEUMANN / Ziegert | CHRISTOPH NEUMANN / Ziegert

Landeseigenes Wohnen in Mitte: Gemeinsam mit Bausenator Andreas Geisel (SPD, 2.v.r.) haben Maren Kern, Chefin des Verbands Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (r.), und die WBM-Geschäftsführer Christina Geib und Lars Ernst im Juli den symbolischen Spatenstich für 128 neue Wohnungen in Mitte gefeiert. Das landeseigene Wohnungsunternehmen baut an der Schmidstraße 13/15 sechs einzelne Häuser mit Tiefgarage. Die Wohnungen sollen im Sommer 2017 bezugsfertig sein.© BM | Tina Merkau

Neubauten im Travekiez: Im Frühjahr gab es ein erfolgreiches Bürgerbegehren gegen das Bauvorhaben auf dem ehemaligen Freudenberg-Areal in Friedrichshain. Doch aufgrund des bereits bestehenden Baurechts hat es keine rechtliche Wirkung. Das zuständige Gericht hat den Antrag auf Baustopp abgewiesen. Die Bauwert Gruppe kann wie geplant 560 Mietwohnungen errichten, von denen die 122 Wohnungen zu 6,50 Euro je Quadratmeter (kalt) angeboten werden sollen. Zudem sind 90 Eigentumswohnungen geplant.© Bauwert | Bauwert

Früher stand hier eine Kaserne: Am Dahlemer Weg in Zehlendorf entstehen durch die Bauherren Hochtief Projektentwicklung und Kondor Wessels bis 2017 insgesamt 280 Wohnungen, davon je zur Hälfte Miet- und Eigentumswohnungen. Für die ersten elf von insgesamt 17 geplanten Wohnhäusern wurde im April dieses Jahres Richtfest gefeiert. Die Gebäude auf dem rund 3,2 Hektar großen Gelände der ehemaligen Steubenkaserne gruppieren sich um einen „Dorfplatz“, der Gelegenheit für Begegnungen bieten soll.© HOCHTIEF Projektentwicklung /KONDOR WESSELS Real Estate

Ab sieben Euro Kaltmiete: Insgesamt 414 Wohnungen, eine Kita mit 90 Plätzen, zwei Senioren-WGs mit 23 Apartments und sieben Gewerbeeinheiten hat die landeseigene Howoge auf dem Grundstück an der Treskowallee Ecke Hönower Straße errichtet. Damit ist das Quartier das mit Abstand größte kommunale Bauvorhaben, das in den vergangenen Jahren fertig geworden ist. Die Mieten in den neun Gebäuden, die zum Teil bereits bezogen wurden, liegen zwischen sieben und 10,50 Euro je Quadratmeter und Monat (kalt).© HOWOGE

„Max und Moritz“ in Friedrichshain: „Max und Moritz“ heißen die beiden Wohntürme, die Platz für 420 Wohnungen, Cafés, Läden und eine Kita bieten. Baustart für die 86 beziehungsweise 95 Meter hohen Türme war im Juli 2014. 2017 sollen die Bewohner einziehen können. Im „Moritz“ sollen dabei Miet-, in „Max“ Eigentumswohnungen entstehen. Die Mietpreise liegen nach Auskunft des Bauherren Die Wohnkompanie zwischen neun und 14 Euro, die Kaufpreise zwischen 2500 und 8000 Euro pro Quadratmeter.© Die Wohnkompanie | Die Wohnkompanie

Spione als Nachbarn: Auf einem ehemaligen Industriestandort an der Chausseestraße 37-42 in Mitte drehen sich seit Herbst 2014 die Baukräne. Die CG Gruppe baut gemeinsam mit Kondor Wessels auf dem seit Jahrzehnten leerstehendem Areal gegenüber dem Bundesnachrichtendienst (BND) rund 400 Wohnungen. Etwa ein Drittel der Wohnungen entsteht in dem historischen Baudenkmal, der Rest verteilt sich auf Neubauten. Ende 2016 ziehen die ersten Mieter ein. Quadratmeterpreise: 12,50 bis 14,50 Euro nettokalt.© CG Immobilien Gruppe | CG Immobilien Gruppe

Blick auf das Gleisdreieck: Auf einer einstigen Bahnbrache am neuen Gleisdreieck-Park entsteht ein neues Stadtquartier mit insgesamt 700 Wohnungen. Gerade fertig geworden sind die von der Groth Gruppe und niederländischen Reggeborgh errichteten elf Stadthäuser an der Flottwellstraße 19–29 mit 122 Miet- und 148 Eigentumswohnungen. Die Kaufpreise für die Eigentumswohnungen starten bei 3200 Euro pro Quadratmeter aufwärts. Die Mietwohnungen kosten zwischen 10 und 16 Euro pro Quadratmeter und Monat.© Krauthoefer | Krauthoefer

