Flüchtlinge

Zentrale Hotline für eine bessere Organisation

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Anette Nayhauß

Viele Berliner wollen Flüchtlingen helfen. Die Stiftung „Gute Tat“ hilft mit einer Hotline dabei, den richtigen Einsatzort zu finden.

Die Hilfsbereitschaft der Berliner ist groß: Tausende Menschen engagieren sich in Initiativen für Flüchtlinge. Diese ehrenamtliche Arbeit soll jetzt besser koordiniert werden. Die Stiftung „Gute Tat“ organisiert im Auftrag des Senats eine zentrale Hotline sowie eine Internetseite, um ehrenamtliche Helfer an Hilfsprojekte zu vermitteln. „Es gibt ein ungeheures Engagement“, sagte der Schirmherr der Stiftung, der evangelische Landesbischof Markus Dröge, der die neue Hotline am Montag gemeinsam mit Stiftungsvorstand Jürgen Grenz vorstellte.

Die Hotline wurde am Dienstag vor einer Woche freigeschaltet. In den Anfangstagen hätten sich 70 bis 80 Anrufer täglich gemeldet, inzwischen habe sich die Zahl bei 50 bis 60 eingependelt. „Unsere Aufgabe ist es, zu schauen, wo wir die Helfer unterbringen können“, sagt Grenz. Benötigt würden vor allem mehrsprachige Helfer, die dolmetschen oder Sprachunterricht geben könnten. Aber auch bei der Bewältigung des Alltags brauchen viele Menschen Unterstützung: „Bei Behördengängen, Arztbesuchen, beim Einkaufen“, nennt Grenz Beispiele für Situationen, in denen Ehrenamtliche den Flüchtlingen helfen könnten. Gesucht würden aber auch Helfer, die mit den Kindern Fußball spielen oder die Sachspenden sortieren.

Die Stiftung vermittle die Ehrenamtlichen an Projekte und Initiativen, mit denen sie regelmäßig zusammenarbeiten. Auch neue Organisationen können sich bei der Hotline melden. Wichtig sei, dass die Helfer bei ihrem Einsatz auch betreut werden. Gerade zu Beginn der Flüchtlingswelle sei diese Betreuung der Ehrenamtlichen beispielsweise in den Heimen nicht organisiert worden. „Die Mitarbeiter bei den Trägern mussten erst einmal vorbereitet und geschult werden“, stellt Grenz fest.

Jürgen Grenz hatte die Stiftung „Gute Tat“ im Jahr 2000 gegründet, um soziale Organisationen und freiwillige Helfer zusammenzubringen. Ein Schwerpunkt liegt auf der Aktion „Heute ein Engel“: Dabei verpflichten sich ehrenamtliche Helfer nicht langfristig, sondern lesen nur an einem Tag beispielsweise im Seniorenheim vor oder helfen in einer Suppenküche aus.

Hotline: Mo. bis Fr. 9 bis 17 Uhr, Tel. 390 88 399 oder www.berlin.de/buergeraktiv

( any )